Morgens um 7 in Murnau – und nach einer Runde an den und am See

Espresso mit Geranie und Heidekraut © Liz Collet

Espresso mit Geranie und Heidekraut © Liz Collet

Es herbstelt unverkennbar mittlerweile. Nicht nur in der Vase, die mit Heidekrautzweigerl und Geranienblüte verrät, dass auch auf dem Balkon in den Kästen der Übergang sacht stattzufinden beginnt, vom Sommer und Herbst zu den winterlichen Pflanzen.

Besonders schön ist’s, wenn frühmorgens die Nebelfetzerln über dem See und dem Land liegen. Frisch ist’s auch um die Wadln beim Radln in der morgendlichen Stunde, aber nicht kalt. Tau liegt auf den Wiesen oberhalb des Staffelsees und oberhalb der Bahnlinie, wenn man von Murnau durch Riedhausen und dann über den Feldweg entlang der Zugstrecke fährt. In den Duft der noch einmal gemähten Wiesen mischt sich der von Laub und Eicheln, der herbstlichen Luft, während leuchtend pinkfarben das Springkraut am Wegesrand wuchernd blüht und zauberhafte Blütenpracht für’s Auge bietet. Das als invasiver Neophyt eingewanderte Springkraut mag nicht und nicht überall beliebt sein, doch es hat bezaubernd schöne Blüten. (Bilder demnächst). Leuchtend aber auch Sträucher mit Vogelbeeren, Hagebutten und Holunderbeerln, Stauden mit leuchtend gelben Blütensternen und allerlei mehr an Farben, das der Herbst im Repertoire hat, noch bevor alles Laub sich gefärbt haben wird.

Auf dem Weg kann man entweder weiter nach Uffing radeln oder hangabwärts Richtung Seehausen und Rieden. Vorbei an üppig blühenden Bauerngärten und Bauernhäusern, deren Blumenkästen noch überreich mit Geranien Balkone und Fenster schmücken. Am Riedener Schlösschen und seiner Kapelle einen Augenblick verweilen, letztere hat eine glänzend schimmernde Kuppel in Form ihres rötlichem Kupferzwiebelchens. Leider ist sie kaum je geöffnet, nur durch eines der Kirchenfenster kann man einen Blick in das hübsche Innere werfen. Aber auch der Blick hinüber zur Alpspitze von Kapelle und Schlössl Rieden und auf’s Ettaler  Manndl sind den frühen Weg mit dem Drahtrössl wert. Der geht dann weiter (wenn man nicht an der Strasse radeln mag) über Feld- und Kieswege entlang von Kälbern, Kühen und Pferdln und hinunter nach Seehausen zu.

Dorfbäckerei © Liz Collet

Durch das Dorf Seehausen radel ich immer und immer wieder gern,

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nie ohne einen Schlenker an die Seelände und zu den Bootshäusern, wo frühmorgens kaum jemand ist, allenfalls einer der Fischer mit dem Boot hinaus will.

Dann geht’s weiter in den Kramerladen und wenige Schritte davon entfernt zur „Staffelseebäckerei“ vom Bäcker Lutz, in der einen schon der Duft von Brot aus der Backstube dahinter anlockt. Ein Seehausener Brot mit 95% Roggenmehl, ein Brezenhörndl und ein paar Semmeln landen im Fahrradkörbl nach dem kleinen Ratsch mit den Bäckereiverkäuferinnen und dann geht’s weiter durch Seehausen.

Dann hat man drei Wege zurück nach Murnau:

  1. Entweder nach der Kirche St. Martin scharf abbiegend unten am See entlang und an der Schweinebucht vorbei bergauf und unterhalb der Bahnstrecke nach Oberammergau herauskommend, wo man die Wahl bergauf Richtung Weindorferstrasse am REWE vorbei und zur Christuskirche hat -wie ich ihn am Samstag nahm.
  2. Oder bergab über die Fussgängerbrücke Richtung KTM und Kulturpark, Burggraben und Postgasse zu Ober- und Untermarkt hat.
  3. Oder entlang der Bahnhofstrasse (später: Seehausener Strasse) bergauf nach Murnau und am Bahnhof vorbei wieder nach Murnau von oben zur Christuskirche kommend. Oder von Seehausen am Graswegerer steiler bergauf und dann über die Schuchen (und einen der schönsten Blicke auf den Staffelsee) und dann über die Seehausener Strasse und durch Riedhausen nach Murnau, z.B. durch die Seitenstrassen vorbei am ifb und den Kemmelpark oder an der Weindorferstrasse entlang…. .

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Grad wie man mal so, mal so mag.

Leicht kann man dann – noch den Geruch der frühmorgendlichen Duft der Herbstwiesen und -weiden und vom Radln in Nase und Haaren – wieder zurück sein, bevor auch in Murnaus Guter Stube die Sonne die Fenster und Fassaden wachzukitzeln beginnt. Und beim Haferl frisch gebrühten Kaffees ein Butterbrot zum Frühstück schnabulieren, das nach der Morgenrunde doppelt gut schmeckt, frisch aus der Bäckerei und mit einer Prise Salz. Oder wer’s süsser mag, mit Honig vom örtlichen Imker. Oder einem Klecks hausgemachter Zwetschgenmarmelade.

Ob man wirklich – und auch noch mit dem Radl – bis in den nächsten Ort fährt für einen guten Bäcker? Das fragen Sie nicht wirklich ernsthaft….. ?

Gut gelaunt kann’s nach Bewegung und Frühstück daran gehen, tüchtig was am Werkeltisch zu bewegen, das weggewerkelt werden will. Neue Woche, genug zu tun. Nicht nur On top of Bavaria, auf Deutschlands derzeit wohl höchstgelegener Baustelle, die in nun weniger als 3 Monaten am 21.12.2017 mit den Arbeiten durch sein will, wenn die Neueröffnung von Berg- und Talstation und der neuen Eibsee-Seilbahn der Zugspitze ansteht. Da wird auch  – seit Wochen unter Neuschneephasen und in weiteren schneereicheren kommenden Wochen – tüchtig gewerkelt und jede Menge geschafft.

Trotz widriger Wetterbedingungen ist das dritte Tragseil mittlerweile am Berg verankert. Voraussichtlich Ende nächster Woche kann mit dem Seilzug des vierten und damit letzten Tragseils begonnen werden.

An der Bergstation ist der Stahlbau weitgehend abgeschlossen. Auf Bahnsteigebene ist die Glasfassade bereits vollständig angebracht. Aktuell werden die Fassadenteile im Bereich der künftigen Gastronomieebene montiert.

Ende der Woche zeigte sich auch die Sonne endlich wieder auf Deutschlands höchstem Gipfel, so dass auf der neuen Gipfelterrasse mit den Abdichtungsarbeiten begonnen wurde.

Für Oktober ist der Rückbau der beiden alten Stützen der Eibsee-Seilbahn sowie das Einhängen der neuen Seilbahnkabinen geplant.

Aber auch im Münchner Haus wird neu und mit neuer Generation zu- und angepackt: Ein Generationenwechsel auf 2962 Metern Höhe.

Ein Video des BR über den Pächterwechsel nun in der vierten Generation und mit dem fünften Wirt sehen Sie HIER.

Also, droben wie herunten: Pack‘ ma’s.

Guten Start in die Woche.

Ettaler Manndl © Liz Collet

Ettaler Manndl © Liz Collet

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3 Antworten zu “Morgens um 7 in Murnau – und nach einer Runde an den und am See

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