Morgens um 9 in Murnau – und ein bisserl über Marktgangerl und was so geht bei Märkten geplaudert

Espresso und Rosenblüten © Liz Collet

Espresso und Rosenblüten © Liz Collet

Guten Morgen aus dem Blauen Land. Die Puppen- und Kaufmannsstube ist parat. Andere brauchen erst noch ein Haferl Kaffee.

Im Seniorenhäuschen neben an wird der Beweis angetreten, dass der Mensch im Alter wieder kindLICH (nicht zwingend: kindISCH) wird.

Kindsköpfe © Liz Collet

Kindsköpfe © Liz Collet

Bälle werden geworfen und beherzt gekickt und wieder geholt und wieder gekickt und geworfen. Begleitet von trotzköpfigem Zörnchen bis glucksend vergnügtem Kinderlachen, wie das so ist in diesem Alter.

Es lebt eben, das Seniorenhäuschen. Und zwischen Dreibeinern und Zweibeinern ohne Stock, Zweibeinern mit Vierräderchen, Zweibeinern am Arm von anderen Zweibeinern, Vierbeinern mit freudigem Schwanzwedeln und maunzenden Dachspaziergängerinnen sind manchmal auch kleine Zweibeiner zu Gast, die noch Windeln tragen. Zwischen ihnen und anderen spannen sich Welten und Leben, mal kürzere, mal längere. Und doch saust die Zeit dahin, sagen die, deren schon mehr Jahre zählt, als habe man sich kaum einmal umgedreht.

Wer da noch Gründe und zuallerest gleich mal sonniges Wetter braucht, jeden Tag heiter zu beginnen, den er morgens (mehr oder weniger früh, aber doch) erwacht, dem ist nicht zu helfen, sind doch Wechsel und Flüchtigkeit der Stimmungen anhaltend unvergänglich schön, nicht zuletzt und besonders im Blauen Land.

Während Kindsköpfe und ihre Ballwerfer sich ins Seniorenhäuschen zum Frühstücken oder anderem zurückgezogen haben, hat Minka die Gunst der ruhigeren Ecke genutzt und es sich gemütlich zum Schläfchen gemacht.

Minka © Liz Collet

Minka © Liz Collet

In der Kuchl meiner kleinen Burg wartet das Schüsserl mit passierter Leber von einem der Lieblingsmetzger für die Lebernockerlsuppe, die auf dem gestrigen Spurt zum Postämtchen in den Einkaufskorb des Drahtrössls fiel.

Auf dieser Radlrunde habe ich auf dem Weg einen Schlenker am Schlossmuseum vorbei gemacht, vor dem nach den erfolgreichen und ausgebucht besuchten Theaterabenden mit dem Stück Andreas Vöst der Platz wieder frei ist.

Der Kran am Strütt-Haus steht nicht mehr in der Schlossbergstrasse, am Strütt-Haus thront ein Bäumchen für ’s Richtfest für einen weiteren geschafften Bauabschnitt der Sanierung des Rathauses. Bis es vollständig saniert sein wird, dauert’s indessen noch eine Weile. Gut Ding‘ will Weile haben. Und an manchen Stellen zeigen sich mitunter Hürden, die unvorhersehbar waren und mehr Arbeit machen. Man liegt indessen offenbar gut in der Zeit der geplanten Renovierung und Sanierung.

Auf dem Weg mit dem Drahtrössl über den Schlossberg und hinauf zur Seidlschule vorbei an St. Nikolaus habe ich vor dem Weg zur Postaufgabe noch einen flinken  Blick zu den Störchen geworfen; zwei der jungen waren am Horst, die anderen drehten wohl Runden und lange werden sie kaum noch am Horst auf dem Schuldach zu finden sein.

Weißstörche in Murnau © Liz Collet

Weißstörche in Murnau © Liz Collet

Laut Meldung von Frau Klas und hier beim LBV sollen auch nur drei der zunächst vier jungen Störche, die ich beobachtete und von denen ich HIER und u.a. auch hier Fotos zeigte, flügge geworden sein.

Die aussen

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Projekt 1717 Pfarrkirche Sankt Nikolaus Murnau © Liz Collet

schon vor einiger Zeit renovierte Pfarrkirche St. Nikolaus

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wird nach den noch zu erledigenden Restarbeiten innen am 17. September 2017 festlich mit dem 300. Jahrestag der Grundsteinlegung  mit einem grossen Festgottesdienst und mit Weihbischof Florian Wörner zusammen mit den Gläubigen auch den Abschluss des Projekts 1717 begehen können.

Münterhaus mit Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Murnau © Liz Collet, bayern, gebirge, Pfarrkirche St. Nikolaus ,mountain, mountains, kirche, chapel, church, kapelle, symbol, berg, reisen, travel, architektur, buildings, gotteshaus, culture, kultur, bavaria, museum, oberbayern, upper bavaria, voralpenland, schloss, burg, rathaus, monument, wahrzeichen, kirchturm, sightseeing, dach, glockenturm, kunst, bell, zeichen, steeple, sehenswürdigkeit, marienstatue, marienfigur, ziegeldach, ferienort, geografie, geography, gebäude, staffelsee, murnau, blue country, Das Blaue Land, Blaues Land, Bayern, architecture, bavaria, pfarrkirche sankt nikolaus ,Projekt 1717 , Pfarrkirche Sankt Nikolaus Murnau © Liz Collet

Münterhaus mit Pfarrkirche St. Nikolaus © Liz Collet

Eine (nach unterschiedlichen Meinungen mehr oder – wie ich von vielen höre –  eher weniger gelungene) „Renovierung“ hat die bisherige und noch letzte verbliebene Tengelmann-Filiale Murnaus im Tengelmann-Center am Untermarkt hinter sich und vor einer Woche am 4.8.2017 wiedereröffnet.

Als eine seltsame „Zwitter“-Variante, die sowohl die „Wir lieben Lebensmittel“ Schilder im Laden trägt, als auch noch den Tengelmann-Schriftzug über den Eingangstüren. Und als Kunde weiss man – anders als beim Eyernschmalz-EDEKA im Kemmelpark – noch immer nicht so recht, wer nun eigentlich „Inhaber“ des „neuen“ Edeka-Marktes im Tengelmann-Center sein soll; bekanntlich werden EDEKA-Märkte sonst nach dem üblichen EDEKA-System von einzelnen Kaufleuten geführt. 

Wer die Mitarbeiter im „neuen“ Edeka im Tengelmanncenter fragt, ob es denn nun ein Tengelmann oder ein EDEKA-Markt sei und von wem der geführt werde, weil beide Namen noch überall zu sehen seien und auch die Mitarbeiter Tengelmann-Arbeitskleidung mit dem Schriftzug tragen, erhält als Antwort „das muss alles noch rechtlich abgewickelt und gelöst werden“.

Kurios genug, dass dies noch alles recht ungeordnet sein soll (auch wenn Mitarbeiter nicht immer alles wissen werden) –  ist wesentlich störender die Um-Ordnung des Eingangs dergestalt, dass der Kunde nun „rechts“ und gegen den Uhrzeigersinn in den Laden und durch diesen geführt wird. Und die insgesamt eher als UNordnung empfundene Anordnung der zudem engen Warenregale und Gänge zwischen diesen untereinander und zu den Regalen an der Wandseite des Ladens. Diese UMordnung in ein gegen den Uhrzeigersinn führendes Kundenlaufsystem ist wohl den Erkenntnissen geschuldet, die der Einzelhandel seit einigen Jahren mit dadurch grösseren Umsatzpotentialen verbindet. Nur genügt es dazu nicht allein, die Laufrichtung für den Kunden von „rechts- auf linksdrehend“ zu ändern. Es sollte der Laden auch in der übrigen Gestaltung nicht weniger optimal als zuvor erscheinen. Was dazu auch gehören sollte, scheint man leider übersehen zu haben.

Waren bisher Backshop und Gemüse/Obstbereich im Eingangsbereich, liegen Backshop nun etwas abseits am Ausgang linkerhand und Gemüse-/Obstbereich nun als Eingangsbereich rechterhand von Kassen. Dass diese Kassen selbst unübersichtlich und eng mit den Warenbändern liegen und zudem durch störend hohe und dichte Palettenstationen mit Produkten vor den Kassen schon im Blick verbaut und eng für Warteschlangen und Kunden angeordnet sind, ist nur ein Manko, das wenig Verbesserung bedeutet und Kritik und Optimierung verdient.

Mutet der Eingangsbereich mit den darin wieder liegenden Obst-/Gemüseregalen zunächst noch offen an, wirkt er dennoch mit den blockartigen im Weg und Blick stehenden Wareninseln nicht wirklich einladend.

Nach diesem wird es sofort bei den folgenden Regalen ohnehin eng und recht unübersichtlich. Denn die Warenregale im anschliessenden Ladenbereich stehen nicht nur enger als vorher, sondern auch quer (bezogen auf den Eingang) und nicht mehr längs zu diesem angeordnet.

Vor der Fleisch- und Wursttheke wird es in der Ecke so eng, dass Durchgang mit Einkaufswagen an Kunden der Theke zu jeder der Tageszeiten und selbst ausserhalb der Kundenstosszeiten zum Hindernislauf wird. Wie unerfreulich eng es wird, wenn eine Familie mit Einkaufswagen und Kindern oder gar einem Kinderwagen ansteht oder Herrschaften mit Rollator, für diese selbst und für jeden anderen, ist nur eines der selbst beobachteten Beispiele, die schlechter als vorher gelöst sind, als vor der Bedientheke bei Wurst und Fleisch angenehm genug Raum für jeden war.

Noch ärger wird es danach und an den Regalen mit Putzmitteln und Getränken zur linken und Süssigkeitenregalen zu rechten (Wandseite) entlang, die in einer engen Ecke des Ganges mündet. Kundenstrom mit mehr als einem Einkaufswagen nebeneinander wäre schon eng genug, erst recht, wenn einer innehält und am Regal Waren aussuchen mag.

Völlig unerfreulich wird es, wenn Personal mit Paletten-Wagen im Gang entgegenkommt und gleichgültig (um nicht zu sagen wenig höflich und freundlich) gegen selbst ausweichende und wartende Kunden diesen im Weg steht, den Einkauf behindert und diesem den Eindruck mehr eines Störers, als eines willkommenen Kunden vermittelt.

Bei allem Verständnis für die Erschwerung der Regalbefüllung durch die engeren und eher verschlimmböserten Ladengänge und Warenregale für Mitarbeiter – KUNDENfreundlich ist das nicht. Einladender als die vorherige Ladengestaltung für Einkäufe noch weniger. Weder ist das Warensortiment vielfältiger als zuvor, noch übersichtlicher oder im Preis vorteilhafter. Verglichen mit dem direkt nebenan gelegenem Netto-Markt war und ist es bei diversen Produktgruppen ohnehin oftmals wenig Unterschied im Preis bei Eigenmarken, bei Bück- und Streckwaren. Verglichen aber mit anderen Supermärkten und auch anderen Discountern wie dem EDEKA im Kemmelpark, dem dortigen ALDI und auch dem REWE an der Kellerstrasse am oberen Ende der Bahnhofstrasse ist die räumliche Gestaltung der dort offeneren und angenehmer gestalteten und in der Reihenfolge angeordneten Ladenreihen und -regale deutlich weniger gelungen. Dabei ist auch bei REWE die Anordnung von Warenregalen vom Eingang her bis zum hinteren Ende ebenso wie im EDEKA im Kemmelpark quer gestaltet und wirkt dennoch nicht so beengt wie im nunmehr „neuen“ Tengelmann/EDEKA-Zwitterwesen am Untermarkt im Tengelmann-Center.

Unabhängig von meinem persönlichen Gusto werden wohl künftig Vorlieben kurzer Wege für per pedes einkaufen gehender (nicht nur, aber älterer) Kunden wie bisher ausschlaggebend bleiben, ob diese lieber den kurzen Weg vom unteren Ende Murnaus und der südlich davon lebenden Kunden ins Tengelmann-Center nehmen. Oder ob sie von oberhalb der Fussgängerzone zu REWE bzw. EDEKA/ALDI im Kemmelpark oder zum Discounter im Gewerbepark noch etwas nördlicher. Und per Pkw – wie viele andere – werden nach Parkmöglichkeit und Vorliebe entscheiden. Und höchstens noch danach, ob und wohin man sonst noch in Murnau per pedes oder – per pedales – dann an Ober- / Untermarkt Besorgungen zu machen hat. Zu einer (schon gar nicht) grösseren Konkurrenz für Eyernschmalz EDEKA im Kemmelpark ist der „neue“ Tengelmann-EDEKA im Tengelmann-Center im Untermarkt – zumindest nach meinem Gusto und Eindruck – eher nicht geworden. Und das liegt am wenigsten an den weitgehend ähnlichen Marken oder Preisen verschiedener Produkt- und Warengruppen und nicht allzu unterschiedlichen Sonderangeboten. Dass zudem optisch wie auch nach manchen anderen Kriterien des Einkaufsvergnügens der ALDI neben EDEKA im Kemmelpark anziehender als der NETTO neben dem „Tengelmann/Edeka“ im Tengelmanncenter ist, wird dabei nicht ganz ohne Bedeutung für diejenigen Kunden bleiben und werden, die gern Vorteile von Supermarkt-/und Discounterangeboten bei EINEM Einkaufsweg verbinden. Und sich – um nur EIN Beispiel zu nennen – nicht so besonders von einer Ladenführung eines NETTO-Marktes angezogen fühlen, in dem seit mehr als einer Woche Wasser am Boden vor den Kühlregalen für Fleisch steht und nur mässig mit einer Handvoll unansehnlichen Putzlappen aufzufangen versucht wird, im Sommer allzumal. Das mutet nicht nur technisch, personell und organisatorisch wenig appetitlich und einkaufsförderlich an. Und wer die Wahl hat, ………..zwischen der einen und der anderen Kombination von Supermarkt mit Discounter daneben…..?

Der Vorteil im Tengelmann-Center durch dort gelegene Arztpraxen und Apotheke  mit damit einhergehendem Kundenzulauf en passant erfolgenden Einkaufs im Supermarkt, Discounter und Drogerie, den man  (aus Angst um Abwandern von Kundenströmen durch die Fussgängerzone und – vielleicht auch? – gegen mehr Konkurrenz für das Tengelmanncenter) seit langem um jeden Preis bei den Gewerbeflächen im Kemmelpark mit dortigen Arztpraxen oder gar Apotheke zu verhindern bemüht war, wird im Wettbewerb vielleicht à la longue nivelliert werden, wo Supermarkt und Disounter optisch und im Einkaufsvergnügen an Attraktivität einbüssen, mit engen Gängen, unübersichtlichen Warenregalen, ohnehin ähnlichen und vergleichbaren Preisen der Märkte und über mehr als eine Woche leckenden Kühltheken und unansehnlichen Hadern und Putzlumpen vor selbigen.

Und wenn die nun im Kemmelpark geplante Ansiedlung einer medizinischen Forschungseinrichtung und eines Bürokomplexes mit deren Mitarbeitern auch den dortigen beiden Märkten mehr Kundenfrequenz und Attraktivität bringen können.

On va voir.

Ein schönes Wochenende und einen heiteren und netten Wochenendeinkauf!

 

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