Morgens um 7 in Murnau {und ein Ferien-Ausflugstipp nach Landsberg am Lech}

Joghurt mit Honig, Nüssen und Melone © Liz Collet

Joghurt mit Honig, Nüssen und Melone © Liz Collet

Ein rechtes Unwetter war das, das da gestern herunterkam, gleich am ersten bayerischen Ferienwochenende.

Aber so schnell, wie es über und von den Alpen heranzieht und den Regen, teils mit Graupeln und viel Wind um Dächer, Häuser und durch die Gassen und Strassen und natürlich über den See peitscht, so schnell kann es dann auch wieder vorbei damit sein.

Und das ist – fast – schade. Denn wenngleich sich keiner Schaden an Mensch und Sach‘ wünscht, die mit Gewitter und allzu lang anhaltendem Regen bei Überschwemmungen oder Blitzeinschlag einhergehen können, haben Wetter, Gewitter und Unwetter von sicherem Platz aus beobachtet ihren ganz besonderen Reiz.

Die Betonung liegt auf „sicherem Platz“. Und der ist für Menschen nicht auf dem See, wo allenfalls wagemutige Blesshühner noch herumtümpeln und dann auch schnell das Weite und sichere Ufer suchen.

Und sicher nicht an oder auf Flüssen, die schnell zu reissenden Flüssern für  leichtsinnige Irre werden, die selbst nach tagelang berichteten Fällen und Gefahren davon nicht lassen und dann Rettungseinsätze auslösen. Und die aus der Isar oder anderen reissend werdenden Flüssen gerettet werden müssen.

Nein, Gewitter und Unwetter zu beobnachten hat nur Reiz und Faszination, wenn Mensch‘ und Sach‘ nicht in Gefahr sind und gebracht werden. Das gilt selbstverständlich auch und erst recht für „Gewitterjäger“, deren Interesse sich der BR HIER in einem rund dreiviertelstündigem Videobeitrag widmet.

Zweifelsohne hat Wetter und haben Gewitter und Unwetter ihren Reiz. Sei es vom Wank aus betrachtet und mit Blick hinüber zu Alpspitz‘ und Zugspitz‘, sei es vom Hang aus auf Eibsee und neue Seilbahnstütze besehen, wo sich beim Abspielen der Zeitraffer immer wieder und täglich faszinierendes Naturschauspiel zeigt. Vor, während und nach dem Abklingen der stürmischen Wetter.

Und so liegt Murnau heute Morgen wieder so ruhig und auf den Tag wartend vor uns und im Blauen Land, als habe es gestern kein Gewitter gegeben, bei dem so mancher schauen musste, dass er – vielleicht nicht mehr trockenen Fusses und nur mit kräftigem Tritt in die Pedale – heimkam.

 

Durch Wasser, das sich schnell auf den Strassen sammelte. Und das dann in Murnau, wo Gassen, Strassen und Wege fast überall a bisserl bergerlauf, bergerlab führen, auch flugs wie kleine Bäche selbige herunterkommt. Btw… an manchen Tagen ist es nicht ungeschickt, einen Blick auf’s Wetter zu haben und richtig deuten zu können bei der Frage, ob man wirklich schon am Vorabend der Abholung der gelben Säcke diese hinauslegt oder erst andertags frühmorgens.

Bevor man dann zu Arbeit oder in den Ferientag startet. Für letzteren habe ich heute einen hübschen Tipp für Sie, der Sie – ob aus dem Blauen Land, dem Ammergau, dem Pfaffenwinkel oder dem Fünf-Seen-Land a bisserl Richtung Norden führt, rund 60 bis 70 km. Von Murnau aus sind es über Weilheim fahrend rund 60 km bis Landsberg am Lech.
Eindrücke der pittoresken, mittelalterlichen und vor allem durch die Salzstrasse gewachsenen Stadt mit ihren bunten und für das Auge vielfältig attraktiven Häuser, ihren Stadtturm und ihre Strassen und Plätze sehen Sie in diesem kurzem Beitrag des BR.

Die Stadt Landsberg am Lech ist romantisch schön, nicht zuletzt und auch durch ihre Lage am Lech. Der ist massgeblich in der Geschichte der Stadt aber auch Grund für ihre Lage und ihren Reichtum, der in ganz Bayern sprichwörtlich war: Wer sich in Bayern niederlassen wolle, der solle nach Landsberg gehen, dann falle er in die Silbergrueb, so sagte man jahrhundertelang. Der Grund für diesen Reichtum waren die Zölle aus dem Salzhandel und das ertragreiche Textilhandwerk. Heinrich der Löwe, der mächtigste Herzog des Reiches, hatte schon über ein Jahrhundert vor der Gründung der Stadt für die neue Salzstraße in Landsberg eine Brücke und zu ihrem Schutz eine große Burg bauen lassen. An den erträglichen Salzhandel erinnern noch heute die beiden Großen Salzstädel. In ihnen wurde das weiße Gold gelagert. Reichtum braucht auch Schutz und an diesen erinnert die bis heute vollständig erhaltene Stadtmauer um die Altstadt.

Der ist (leider) mit der Musik an einigen Ställen unschön lauter als der Sprecher und im Vorfeld der BR-Radltour gedreht worden, gibt aber doch einen ersten kleinen Eindruck vom Reiz der Stadt am Lech.

Unerwähnt ist darin allerdings, was diese Stadt ausser dem Schwimmbad mit Spassfaktor  Rutsche & Co. noch attraktiv für Kinder und Familien beim Ausflug macht:

Es gibt einen herrlichen Wildpark, den ich schon seit Kindesbeinen von eigenen Besuchen kenne und nur empfehlen kann.  Ein wenig südlich von der Altstadt Landsberg am Lech, nur einige Gehminuten vom Hauptplatz entfernt, liegt zwischen dem Lech und dem teils bis zu 50 m aufsteigenden Lechsteilhang der Lechpark ‚Pössinger Au‘. Auf Grund seiner Lage mitten im Stadtgebiet und der landschaftlich äußerst reizvollen, natürlichen Ausstattung ist das Waldgebiet zwischen der Stadt Landsberg im Norden und dem Stadtteil Pitzling im Süden, das schönste und bedeutendste Naherholungsgebiet für Bürger und Gäste.

Dort liegt ein wichtiger Lebensraum für selten gewordene Tiere, wie den Uhu und für Pflanzen, zu denen neben Sanddorn auch einige Orchideenarten zählen. Er ist ein wesentlicher Teil des Landschaftsschutzgebietes Lechtal-Süd und damit auch von überregionaler Bedeutung für den Naturschutz.

Noch ehe man das Damwildgatter betritt, ist beim ehemaligen ‚Wasserhaus‘ ein 40.000 Liter fassendes Aquarium eines Landsberger Sportfischergeschäftes zu besichtigen, in dem sämtliche Fried- und Raubfische unserer heimischen Gewässer leben.

Vorbei am alten Nonnenturm, einem Eckpfeiler der einstigen Stadtbefestigung, führt der Weg hinein in die ‚Pössinger Au‘. Anhand einer Orientierungstafel können Sie sich den Spazierweg erleichtern.

Zunächst führt der Weg unmittelbar am Lech entlang und zweigt dann nach links in das Damwildgehege ab. Geradeaus führt der Radweg nach Pitzling. Nach Überquerung des Weiderostes, der ein Auswechseln des Wildes sicher verhindert, erreicht man nach wenigen Minuten auf einem breiten Weg das Kneippbad. Von einer klaren, eiskalten Quelle, die unmittelbar oberhalb im Steilhang entspringt, werden Armbade- und Wassertretbecken gespeist. Etwas abseits der Kneippanlage auf einer Anhöhe lädt ein Pavillon zur Rast und Brotzeit ein. Die sonnige Auwiese eignet sich zum Aufwärmen nach den Kneippschen Anwendungen.

Dem Hauptweg etwa 200m weiter nach Süden folgend, zweigt nach links ein weiterer Weg ab, der am Schwarzwildgehege entlang zum ‚Wasserradhaus‘ führt. Vorbei an einem idyllischen Teich geht es weiter zu den Damwildwiesen mit der zentralen Wildfütterungsanlage. Für den Rückweg bietet sich der Auwanderweg durch ehemalige Auwaldbestände an. Ein anderer, sehr reizvoller Weg zurück in die Stadt führt am ‚Wasserradhaus‘ bergauf über den ‚Eselsteig‘ zur Hangkante und dann nach Norden über die ‚Schöne Aussicht‘ zum Wolfmillerweg. Wer insgesamt eine weitere Stunde Fußmarsch nicht scheut, der sollte am Lech entlang weiter nach Süden in Richtung Pitzling, bis zum Ausflugslokal ‚Teufelsküche‘ gehen, dem ehemaligen Pumpenhaus der städtischen Wasserversorgungsanlage.

Die Teufelsküche selbst ist eine sagenumwobene Schlucht, die sehr kurz aber steil in die umliegenden Hänge eingetieft ist. Der kleine Stausee auf halber Höhe diente früher zur Triebwasserversorgung der ehemaligen Pumpenanlage.

Das und weitere Informationen finden Sie zusammen mit einem Prospekt zum Lechpark und zum Download HIER.

Details zu Sehenswertem und Sehenswürdigem in Landsberg am Lech können Sie hier finden.

Über Weilheim, das Fünf-Seen-Land und in der Region sonst noch interessante Dinge, wie das zwar nicht zu besichtigende, aber von aussen wunderschön anzusehende und unzählige Male in Krimiserien zu sehende Hochschloss Pähl, die DLR (die jüngst einen tollen Tag der Offenen Türe veranstaltete)

und die Erdfunkstelle Raisting, über das bei Pöcking gelegene Max-Planck-Institut für Ornithologie,  aber auch über Kloster Wessobrunn und vieles mehr, plaudern wir an anderer Stelle. Und für weitere Ausflugstipps – dieser wie weiterer Sommer- und anderer Ferien oder Wochenenden.

Einstweilen einen schönen Start in den Tag und diese (Ferien-)Woche!

Und………..wenn’s um’s Wetter und seine Vorhersage auch für Ferientage geht, mein Favo-Tipp: HIER und DA.

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