Wikingermarkt am Walchensee und weitere Tipps für Ihren Ausflug

Abends am Walchensee © Liz Collet

Abends am Walchensee © Liz Collet

Rund um den Walchensee gibt es so einiges zu entdecken und zu sehen.

Winters, wenn die Eistaucher am See unterwegs sind.

Sommers und daher besonders jetzt in den soeben beginnenden bayerischen Sommerferien und denen der anderen Bundesländer, wenn an einem der faszinierendsten der Seen der Region und Bayerns der Walchensee dank seiner den meisten unbekannten Tiefe und seiner Entstehung immer noch ein bisserl erfrischender als andere Seen bleibt.

In der Zeit zwischen Sommer und Winter, wenn es rund um den Berg bisweilen durch Nebel und Wetterlage so mystisch anzusehen ist, dass es leicht fällt, sich einzufühlen in die Menschen, die vor hunderten von Jahren hier rund um Kloster Schlehdorf und Benediktbeuern anzusiedeln begannen und in deren Leben Mythen und Sagen rund um den Walchensee nahe lagen.

In der Zeit zwischen Winter und Sommer, wenn diese Menschen die unheimlichen Geister des Waldes und der Berge rund um den See und im Land auszutreiben suchten. Zu jeder Jahreszeit lohnt der See schon wegen der vielfältigen Stimmungen und Atmosphäre, die ihm eigen sind und nie Langeweile aufkommen lassen.

Inmitten tief verschneiter Landschaft, ist eine Fahrt auf der südlichen Uferseite in die und durch die Jachenau ein romantischer Ausflug, den man unbedingt einmal gemacht haben sollte.

Besonders traumhaft ist er im Herbst. Wenn das Laub sich intensiv leuchtend färbt, lohnt ein Ausflug in die Eng in Tirol. Eines der schönsten Alpentäler, das Sie über Walchensee -> Wallgau -> Vorderriß -> Hinterriß erreichen können, erwartet den Besucher. Von Hinterriß aus sind es  noch ca. 15 km bis in die Eng, wo der Große Ahornboden in 1.200 m Höhe mit seinem 500 Jahre alten Ahornbestand die Besucher immer und immer wieder auf ’s Neue fasziniert. Beeindruckend ist der Gegensatz von Ahornpark und die ihn um 1.400 Meter überragenden Felswände. Von der Eng aus kann die Landschaft nur noch zu Fuß erkundet werden. Mehr dazu finden Sie HIER.

Aber dies ist nicht die einzige Tour durch die Natur, die ich Ihnen empfehlen kann. Und die Natur schon per se ist nicht der einzige lohnenswerte Grund für einen Ausflug an den Walchensee oder einen kleinen Urlaub in der Gegend um diesen.

Zu den Attraktionen gehört auch das im ehemaligen Hotel Post in Urfeld eingerichtete Walchensee Museum. Eröffnet zum 150. Geburtstag von Prof. Corinth am 21. Juli 2008 verfügt es über rund 600 qm Ausstellungsfläche. Geöffnet ist es nur in der Saison von 01. Juni bis 30. September, jeweils Donnerstag bis Sonntag 10:30 – 16:30 Uhr. Sie haben also noch den bis in den Monat September Zeit, wenn Sie einen Ausflug ins „Zwei-Seen-Land“ an Kochel- und Walchensee mit einem Besuch im Walchensee-Museum verbinden wollen. 16 Ausstellungsräume beherbergen heimatkundliche Sammlungen der Gebiete Walchensee, Kochelsee, Jachenau, Kesselberg und Herzogstand. Zusätzlich sind Räume mit graphischen Werken des berühmten Malers Prof. Lovis Corinth, der von 1918 bis 1925 zeitweise in seinem Haus in Urfeld wohnte und die bedeutenden Walchensee – Bilder schuf, errichtet worden. Zu sehen sind in drei Räumen 220 Graphiken (Bleistiftzeichnungen, Radierungen und Lithographien) von Lovis Corinth und seiner Frau Charlotte Berend-Corinth. Einer der Räume wurde dem berühmten Atomphysiker und Nobelpreisträger Werner Karl Heisenberg, der 1939 das ehemalige Haus von Corinth erwarb, gewidmet.

Am Walchensee entdecken aufmerksame Autofahrer und Besucher auch eine Büste Johann Wolfgang von Goethes. Sie erinnert an seine Italienreise, auf welcher er auch den Walchensee besuchte. Sie steht in einer der „Serpentinen“ der Kesselbergstrasse. Im 15. Jahrhundert versuchte der Münchner Patrizier Heinrich Barth nach Erzen zu schürfen, was aber wegen der geringen Ergiebigkeit wieder aufgegeben wurde. Seine Bemühungen im Auftrag Herzog Albrecht IV. von Bayern führten dann zum Bau der 1. Kesselbergstraße. Der Bau begann 1492 und war in wenigen Jahren vollendet. J. W. von Goethe fuhr auf dieser Straße 1786-1790 nach Italien und machte jedes Mal am Walchensee Rast. Eine Marmorbüste ist zu seinem 100. Todestag auf der letzten Serpentine der neuen Kesselbergstraße errichtet worden.

Ins Auge fällt dem Gast am Walchensee das Klösterl St. Anna, über das ich hier in einem eigenen Beitrag schon ausführlich plauderte.

Klösterl Sankt Anna am Walchensee © Liz Collet

Klösterl Sankt Anna am Walchensee © Liz Collet

Wer einen sensationellen Ausblick auf den Walchensee geniessen will, nimmt die Herzogstandbahn und überwindet mit ihr die Höhenmeter, die eine Aussicht geniessen lassen, die ihresgleichen sucht.

Auf dem Weg hinunter nach Kochel bietet sich dem Autofahrer ein traumhafter Blick über Kochelsee und zum Kloster Schlehdorf.

Jetzt ist die Jahreszeit, bei der Wetterlage und beständigeres Wetter als im Hochsommer so fanastische Aussichten eröffnen, dass es auch Gleitschirmspringer immer wieder anlockt, hinunter zu schweben.Besonders sehenswert auch Gelegenheiten, wenn Fallschirmspringer über dem Kochelsee hereinschweben und neben oder auch in diesem landen, wie in diesem Video zu beobachten.

Kloster Schlehdorf © Liz Collet

Kloster Schlehdorf © Liz Collet

Ein Besuch des Walchenseekraftwerks

lohnt für die einen ebenso wie für die anderen einer des Franz Marc Museums. 

 Das Museum wurde 1986 in Kochel a. See gegründet, um Leben und Werk Franz Marcs in der Landschaft darzustellen, die ihn als Maler geprägt hat. Seit 2008 wird in einem Neubau das Werk Franz Marcs aus erweiterter Perspektive gezeigt: Der Protagonist und Namensgeber des Museums wird bewusst in den Kontext der Kunst des 20. Jahrhunderts gestellt. Dabei tritt Marc mit Malern wie Paul Klee, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Erich Heckel und Max Beckmann aber auch mit Künstlern wie Joseph Beuys und Georg Baselitz in einen Dialog. Parallel zu den Sonderausstellungen zeigt das Museum aus seiner Sammlung bedeutende Arbeiten Franz Marcs, des „Blauen Reiters“, der „Brücke“, Paul Klees, sowie der deutschen und französischen Nachkriegsabstraktion.

Ein umfangreiches museumspädagogisches Programm und öffentliche Führungen am Wochenende ergänzen die Ausstellungen.

Die Sonnenterrasse des Museumsrestaurants „Blauer Reiter“ eröffnet dem Besucher einen traumhaften Blick auf den Kochelsee und den Herzogstand.

Für Angler ist Deutschlands größter und tiefster Alpensee mit seinem trotz seiner oftmals smaragdgrün bis anthrazitdunklgrau je nach Wetter die Farbe wechselndem, aber glasklaren Wasser und seinem artenreichen Fischbestand ein eigenes Paradies. Der Walchensee ist 16 km² groß und 192,3 m tief. Seine Uferlänge entspricht 27 km ( davon sind ca. 14 km autofrei). Eingebettet in eine faszinierende Landschaft mit grandiosem Panorama bietet der Walchensee jedem Sportfischer beste Voraussetzungen für einen erholsamen Angelurlaub. Was Sie dazu wissen müssen, ist hier zusammengefasst.

Im September bietet sich mit am 2. und 3. September mit dem Wikingermarkt am Walchensee in „FLAKE“ ein besonderes Veranstaltungsschmankerl, das Familien im Besonderen Vergnügen bereiten mag. Im Sommer 2008 hatte Michael „Bully“ Herbig den Film „Wickie und die starken Männer“ am Walchensee gedreht. Die Gemeinde Kochel am See erhielt einen Teil der Filmkulisse und baute sie in Walchensee (dem gleichnamigen Ort am Walchensee) wieder auf. Nach einem ereignisreichen und erfolgreichen ersten Sommer im Jahr 2009 öffnete das Filmkulissen-Wikingerdorf ‚Flake“ am 27. März 2010 erneut seine Tore.

Auch der 2. Teil „Wickie auf großer Fahrt“ wurde am Walchensee gedreht. Auf dem Seeweg wurden die fünf Hütten vom Besichtigungsstandort zum gleichen Drehort wie 2008 versetzt.

Im Sommer werden einmal wöchentlich Führungen (gegen Gebühr) in Walchensee für Groß und Klein angeboten. Dabei gibt es viel zu entdecken: nicht nur über Wickie, sondern auch über seine Heimat.

Im September findet alljährlich in Walchensee inzwischen der traditionelle Wikingermarkt statt mit Wikingerlagern und Händlern, Handwerksvorführungen, Schaukämpfen, Kinderprogramm u.v.m.

Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.walchensee.de oder bei der Tourist Information Walchensee, Ringstr. 1, 82432 Walchensee, Tel. 08858/411, info@walchensee.de.

Das Programm für die Veranstaltung, deren Eintrittspreis bei Kindern nach dem Schwertmaß (d.h. 1,20 m Körpergrösse) entschieden wird, finden Sie HIER.

Und wenn Sie Interesse an noch mehr Sehenswertem und Interessantem zu entdecken rund um den Walchensee, das „Zwei-Seen-Land“ oder auch die Jachenau, Kochel, Kochelsee, Klöster, Kirchen und Kulinarisches für grosse und kleine Kindsköpfe haben – fragen Sie mich gern! Und vielleicht lassen Sie mich Sie ja auch bei Gelegenheit einmal dorthin oder an andere schöne Fleckerl der Region ver.führen. Mehr dazu gern auf Anfrage.

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