Der Zottige Klappertopf | Rhinanthus alectorolophus

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Zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus)

Der Zottige Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Der einjährige Halbparasit ist – anders als Vollparasiten – zu eingeschränkter Photosynthese fähig und zieht zusätzlich Wasser und Nährstoffe aus den Wurzeln verschiedener Süßgräser und krautiger Pflanzen.

Die Blüten stehen in einer endständigen Traube über dreieckigen, gleichmäßig gezähnten und zottig behaarten Tragblättern.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der etwa 1 Zentimeter lange Kelch ist gelblichweiß und seine Außenseite ist dicht zottig behaart.

Besonders auffalend sid die vier großen Kelchzipfel; sie schliessen den Kelch etwa in der Mitte der Blütenkrone ab.

Die zitronengelbe Krone ist bis zu 2 Zentimeter lang und bildet eine helmförmig gebogene Oberlippe und eine dreizipfelige Unterlippe aus.

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Zottiger Klappertopf © Liz Collet

Die Oberlippe besitzt charakteristische Saftmale, zwei kleine violette Zähnchen. Letztere weisen langrüsselige Bestäubern den Weg zum Nektar am Blütengrund. Weil aber Ober- und Unterlippe sehr eng aneinander liegen und in eine 10 mm lange, schwach gekrümmte Kronröhre übergehen, sind nicht alle Insekten in der Lage, sich den Nektar so zu beschaffen.

Der oberständige, ovale Fruchtknoten ist in zwei Fächer unterteilt. Dank des langen Griffels übergipfelt die Narbe die Kronröhre. Die vier Staubblätter mit nicht bespitzten Staubbeuteln sitzen der Kronröhre an. Sie sind von außen nicht sichtbar sondern verbergen sich unterhalb der Oberlippe im Inneren des Schlunds. Da Ober- und Unterlippe so eng aneinanderliegen, bleibt der Schlundeingang geschlossen. Nur langrüsselige Insekten, wie Hummeln, Bienen oder Falter können über den Blüteneingang den süßen Nektar erreichen und die Bestäubung durchführen. Kurzrüsselige Bienen und Hummeln rauben den Nektar gelegentlich auf anderem Weg: Sie beißen sich von außen über Kelch und Kronröhre zur Nektarquelle durch.

Der Zottige Klappertopf wächst im Murnauer Moos in den mässig frischen Fettwiesen. Man findet ihn auch in Tal- und Gebirgs-Wiesen, auf Magerrasen, in Getreidefeldern. In den Allgäuer Alpen ist er bis zu einer Höhenlage von 2000 Metern zu entdecken.

© Liz Collet

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