Kuckucks-Lichtnelke | Silene flos-cuculi

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Kuckucks-Lichtnelke | Silene flos-cuculi © Liz Collet

Ich habe ein paar Blumen für Dich nicht gepflückt,
um Dir ihr Leben mitzubringen.

Christian Morgenstern

Die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Wie einige andere Pflanzenarten trägt sie den Kuckuck im Namen dank ihrer Blütezeit im Mai und Juni, weil sie mit dem Ruf des Kuckucks und mit dem Auftreten von „Kuckucksspeichel“ in Verbindung gebracht wird. Die Erstveröffentlichung der Pflanze erfolgte 1753 unter dem Namen Lychnis flos-cuculi durch Carl von Linné. Die Neukombination des Namens zu Silene flos-cuculi folgte durch Joseph Philippe de Clairville.

Die Pflanzen werden 30 bis 90 cm hoch. Die Blüte hat gestielte, lanzettlich geformte Grundblätter, deren Rand gewimpert und spatelartig geformt ist. Die fünfzähligen Blüten haben eine doppelte Blütenhülle von rund 4 cm Durchmesser. Die fünf Kelchblätter sind zu einer 6 bis 10 Millimeter langen, zehnnervigen, unbehaarten Kelchröhre verwachsen. Die fünf Kronblätter sind 15 bis 25 mm lang und vierfach (seltener zweifach) tief geschlitzt. Sie bilden eine Nebenkrone aus. Die meisten Pflanzenexemplare blühen rot, vereinzelt sind weisse Blüten zu finden. Die Blüte hat auch fünf Griffel.

Die kugelig geformte Kapselfrucht (8mm) öffnet sich oben mit fünf Zähnen, wo sie die Samen entlässt. Die dunkelbraunen, nierenförmigen, etwa 1 Millimeter großen Samen sind an der Oberfläche dicht mit winzigen Spitzen besetzt. Die Fruchtreife ist von Juli bis Oktober.

An den Stängeln der Pflanze kann man bei naher Betrachtung oftmals weiße, schaumige Massen erkennen mit den Larven, der dort Pflanzensäfte saugenden Schaumzikade (Philaenus spumerius). Diese Schaumgebilde werden im Volksmund „Kuckucksspeichel“ genannt, weil sie mit der Rückkehr des Kuckucks Anfang Mai in Verbindung gebracht wurden. Der klebrige Stängel bewirkt einen Aufkriechschutz gegen kleinere Insekten.

Durch die zerteilten Kronblätter erreicht die Natur verstärkt die Anlockung der Bestäuber. Die Nebenkrone oder auch „Krönchen“ ist eine Verlängerung der „Kronröhre“, über welche die Bestäubung durch Insekten gechieht; sie brauchen einen langen Rüssel wegen des tiefen Kelches, so dass sie für Insekten wie Schmetterlinge und langrüsselige Bienen besonders geeignet ist. Wenn Sie als Fotograf oder einfach so also auch gern Schmetterlinge beobachten, bietet Ihnen die Kuckucks-Lichtnelke hübsche Motive für zarte Schmetterlinge bei deren Nascherei.

Mit fünf nach außen gebogenen Zähnen springen die Kapselfrüchte bei Trockenheit auf und streuen die Samen als Wind- und Tierstreuer aus. Die vegetative Vermehrung geschieht durch Ausläufer mit der Folge größerer Pflanzenbestände. Die Pflanze kann in Höhenlagen bis zu 2000 m angetroffen werden, wie in den Allgäuer Alpen. Am liebsten hat die Pflanze es in feuchten, mäßig fetten Wiesen, Mooren und Sümpfen, wie im Murnauer Moos.

Dort ist nicht nur sie, sondern hunderte weiterer interessanter Pflanzen- und Blüten, aber auch Tierarten zu sehen und von letztgenannten auch manche zu hören.

Vielleicht haben Sie Lust auf einen Spaziergang oder eine der möglichen geführten Wanderungen durch das Murnauer Moos?

 

Iris Sibirica im Murnauer Moos © Liz Collet

Iris Sibirica im Murnauer Moos © Liz Collet

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