Minka ante portas – „mein“ gefährlicher Wach-Tiger

Minka - immer alles im Auge © Liz Collet

Minka – immer alles im Auge © Liz Collet

Wenn ich mit meiner Katze spiele,
bin ich nie ganz sicher,
ob nicht ich ihr Zeitvertreib bin.

Michel de Montaigne

Sie hat immer alles im Blick. Im Auge. Während ich sie vor dem Auge meiner Kamera habe. Langweilig wird das nie, wenn man eine Katze um sich hat. Und wenn ihr und mir die Bilder zu langweilig werden, auf denen sie so artig und guggt, dass jeder sie durch den Screen streicheln will, machen sie und ich uns den Spass und zeigen mal ihre Qualitäten als

Minka als Haus- und Hofverteidigungsexpertin © Liz Collet

Minka als Haus- und Hofverteidigungsexpertin © Liz Collet

Haus- und Hofverteidigungsexpertin. Keine Bange, ich habe sie nicht ge- oder verärgert, um diese Mimik gezeigt zu bekommen. Aber als Amsel oder Maus würde ich ihr so nicht über den Weg trauen.

Für manches braucht es bei Tieren wie beim Fotografieren einfach nur Geduld und Geschick und Einfühlungsvermögen in Natur und Naturelle jeweilige Tierarten, damit man die neckischsten Bilder bekommt, ohne ein Tier dazu dressieren zu müssen. Wendel von Stein, genannt „Butzi“ ist ein anderes Beispiel dafür, den Sie HIER in einer meiner Lieblingsaufnahmen sehen können.

Katzen begleiten mich schon mein Leben lang. In mehr als einem Sinne. Die erste war – um genau zu sein – ein Kater. Er gehörte meinen Münchner Grosseltern und hatte sein Revier im alten Schwabing rund die Isabellastrasse, wo meine Grosseltern jahrzehntelang lebten und wir einen Hauseingang weiter ebenfalls, bis ich etwa vier Jahre alt war. Flecki, der Kater meiner Grosseltern war schon einige Jahre alt und hatte sich sein Revier mit Respekt gesichert.

Sass er etwa am Wegesrand oder auch nur oben auf einer der steinernen Säulen der Mauer unseres Hinterhofes oder der Hinterhöfe seines Reviers, machten selbst Schäferhunde eine sichtbaren Bogen um ihn, wenn sie an ihm vorbeiwollten. Flecki scheute sich nicht, ihnen anderenfalls seine Pfote mit ausgefahrenen Krallen über die Hundenase zu ziehen, wenn sie „frech“ wurden und glaubten, nach dem Motto „Ober sticht Unter“ dem Kater imponieren zu können. Hund wichtiger, besser, höherrangig als Katze? DIE Lektion wurde manchem schnell erteilt, dass dem jedenfalls in Fleckis Revier nicht so war.

Zu mir jedoch war er zahm, als kenne er keine Krallen – und eine der gern in der Familie erzählten Anekdoten ist, dass er mich immer begleitete, wenn ich im Hinterhof der Isabellastrasse spielte, sogar „ritterlich“ zahm, als ich einmal auf ihm geritten sei.

Nicht die letzte der Katzen und Kater, die meinen Weg begleiteten. So und so.

Wie jene Katze, die stets aus einem der Gärten entlang der Nördlichen Auffahrtsallee am Nymphenburger Kanal über den Zaun sprang, die Strasse überquerte und zum Fussgängerweg am Kanal gelaufen kam, wenn ich dort entlang ging. Das konnte zu unterschiedlichsten Zeiten des Tages mal morgens sein, wenn ich noch ein wenig frische Luft vor Beginn meiner Arbeit in meiner gegenüber des Hubertusbrunnens gelegenen Kanzlei unter den Alleebäumen geniessen wollte, zwischen 7 und 8 Uhr. Oder wenn ich die Mittagspause draussen mit einem Spaziergang verband, bevor der zweite Teil des Arbeitstages frisch weiter gewerkelt wurde. Oder abends, wenn ich den Spurt zum Postamt nahe des Rotkreuzplatzes mit dem Rad erledigte und auf dem Rückweg dem Bewegungsbedürfnis mit einer Runde die Südliche Auffahrtsallee rauf zum Schloss und von dort die Nördliche Auffahrtsallee herunter Spiel gab. Mit anderen Worten – es war kein Zufall bestimmter Tageszeiten, in denen diese Katze vielleicht immer eh im Garten war…….

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Katzen suchen sich ihre Menschen.

Mich suchen immer schon Katzen gern – und mir ist das recht. Es ist eine Zuneigung von beiden Seiten und vielleicht eine Sache des Naturells. Manche bevorzugen Hunde, die sie dressieren können und die ihnen auf’s Wort gehorchen. Andere können mit Wesen auch dann umgehen, wenn diese einen eigenen Kopf haben und weil sie anderen nicht den eigenen Willen (und bei Menschen eigene Meinung) aufdrängen oder -zwingen müssen und wollen. Nur eine These. Doch sie mag erklären, dass und warum mehr als eine Katze sich im Laufe meines Lebens sich gern bei mir niederlässt oder einfindet und wiederkehrend wie anhalten wohlfühlen.  Die Liste der Katzentiere, mit denen ich diese Erfahrung machte und mache, würde mit hübschen Geschichten ein Büchlein füllen. Die sicher viele andere Katzenfreunde ebenso kennen.

Einen heiteren Tag für Sie – in netter Gesellschaft. Sei selbige auf Pfoten oder Beinen unterwegs.

Minka - immer alles im Auge © Liz Collet

Minka – immer alles im Auge © Liz Collet

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s