Misteln – wie kommt man unter den Mistelzweig zum Küssen und Geküsstwerden?

Weissbeerige Misteln natur und vergoldet © Liz Collet

Weissbeerige Misteln natur und vergoldet © Liz Collet

Das ist für viele, die Weihnachten für das romantischste Fest des Jahres betrachten und sich in die erste Reihe der Zielgruppe für Handel und Filmbranche gleichermassen katapultieren, eine DER Fragen rund um das Fest. Und kaum ein Christmas Song oder Weihnachtsmovie, das diesen kitschigen Brauch nicht drin hat. Kitschig?  – Ja! Gruselig kitschig. Dann lieber eine tüchtige Dosis Böses unter der Sonne nach meinem Gusto unter dem Weihnachtsbaum.

Aber bitte sehr –  leben Sie ihn, lieben Sie ihn, den weihnachtlich-romantischen Kitsch, wenn Sie’s brauchen, was da an Bräuchen so gepflegt wird! Ich bin unter und gegen und rund um den Mistelzweig völlig immun – vor, beim und auch nach dem Weihnachtspunsch. Jeder hat seine Schwächen. Ich auch. Und ich werde den Teufel tun, Ihnen selbige auszuplaudern, sofern sie nicht kulinarischer Natur sind oder in der Natur der Landschaft liegen, die mir ins Herz gewachsen ist, mehr als die robusteste Mistel es in Fichten, Kiefern oder andere Bäume könnte. Meine Schwächenhängen aber nicht als Mistelzweig wie das Damoklesschwert über mir an den hübsch gemütlichen Tagen des Festes fernab von allem, was Stress macht und an ihnen und ob ich darunter geküsst werde, sollte sich nicht wie die alles entscheidende Klinge der Wahrheit des Gelingens eines glücklichen Weihnachtsfests gestalten. Und nicht als etwas, womit man sich Stress machen sollte. Geküsst oder ungeküsst zu sein unter dem Mistelzweig und vor allem, von wem geküsst oder ungeküsst zu sein, scheint einen hohen Stressfaktor auszumachen. Fragen Sie Bridget Jones & alle anderen Mistelzweig-Kuss-Fetischisten. Aber glauben macht selig, Aberglaube manchmal doppelt selig. Oder nur einen von beiden. Siehe oben, Bridget und Co.

Spannender als die Frage, ob und wer wen unter dem Mistelzweig küsst oder nicht küsst, ist eine andere:

Wie genau kommt eigentlich die Mistel, dieses Mistelbüschel, genauer der Strauch der Mistel in den Baum und warum immer so hoch, dass Druiden auch in reiferem Alter recht wieselflink, gelenkig und sportlich hoch in deren Äste klettern müssen, um daraus genialen Zaubertrank im Kessel köcheln zu können. Die Liste der Zutaten wäre auch eine spannende Frage und die genaue Zubereitung.

Ob Herr Schneider, der nun Nestlé in eine goldige, nein: noch goldigere Zukunft für Gewinne und Bilanzen führen soll mit Mitteln und Produkten, die als „Gesundheitsprodukte“ die Palette erweitern und Kunden finden und binden sollen, Humor (oder auch nur Zeit) für gallische Druiden hat – chissà!? Aber so ein Zaubertränkli wäre ihm sicher nicht unrecht in der Palette der Produkte des Konzerns. Der Konzern will mit Zahlen anscheinend noch höher hinaus, als manche Bäume in den Himmel schiessen. Bäumen, in denen Misteln weit oben an deren Säftchen zuzeln. Halbschmarotzer. Also, die Misteln.

Wussten Sie, dass es allein bei den weissbeerigen Misteln dreierlei Arten gibt? Laubholzmisteln, Tannenmisteln und Fichtenmisteln. Eichenmisteln sind gelbbeerig.

Und die Kardinalsfrage lautet jetzt: Welche nimmt Miraculix? Googeln Sie das nicht! So was weiss man! Wenn man’s nicht weiss, liest man Asterix-Hefte, aber googelt es nicht! ……… Wie man es ohne zu googeln nicht wissen kann, wäre bekümmernd und erschütternd genug…..

Kardinals-Zusatzfrage: Wie kommt die Mistel immer und warum immer so hoch in den Baum?

Wenn Sie’s wissen, dürfen Sie vielleicht jemanden küssen. Oder auch nicht. Wenn Sie es nicht wissen, sind Sie dennoch nicht sicher davor, von irren Mistelzweig-Kuss-Sehnsüchtigen angepeilt zu werden. Aber rechtzeitig Gesprächsstoff als Ablenkungsmanöver parat zu haben, könnte Sie retten. Warum der Mistelstrauch so hoch im Baum hängt und wie er da hin kommt, KANN so ein Gesprächsthema sein. KANN aber auch fies missverstanden werden. Für den Fall der Fälle an wirklich interessanten Fragen und Gespräche über Mistelzweige, die Sie vielleicht vor kitschen Bräuchen schützen, guggen Sie hier nach.

Cave – Mistelzweig-Weihnachtskuss-Süchtige wollen alles rund um den Mistelzweig immer in dubio pro Kuss missverstehen. 

Machen Sie also vielleicht doch lieber einen Bogen um den Zweig unter dem Plafond, schnappen Sie sich ein hübsches Glas Weihnachtspunsch. Ich habe da ein fa-bel-haf-tes Rezept von einem Herrn, der im Jahre 1900 geboren rund 90 Jahre interessantes Lebensgeschichte und spitzbübische  Lebensweisheiten hatte und von beidem manche Zutaten und Humor mit in eine wirklich unschlagbare und gehaltvolle Rezeptur für Weihnachtspunsch braute, welche seither ihren legendären Stammplatz bei uns zu Weihnachten und in der Silvester- und Neujahrsnacht hat. Dazu sichern Sie sich einen Platz am Kachelofen oder auf dem Kaminsofa .

Mit dem Weihnachtspunsch erledigen Sie jeden elegant, noch bevor man auf Sie Anlauf nehmen kann – keiner, der es eh nicht lohnt, kann danach noch die Spur gerade genug halten, um noch sicher auf der Zielgeraden bis zu Ihnen zu gelangen. Das ist ein echter Zaubertrank. Und Ihnen wird der Punsch vorzüglich und vergnüglich munden. Mörderisch gut. Promise! 😉

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