Zum Martinsumzug: Süsses Brauchtum für süsse Schnuten und grosse Kindsköpfe

Martinsgänse © Liz Collet

Martinsgänse © Liz Collet

Es ist wieder so weit, der Martinstag steht in wenigen Tagen vor der Türe – und in so manchen Kindergärten werden Laternen gebastelt. Am 11. November kann es manches Mal recht kalt sein, auch ohne Schnee und als Belohnung nach dem Martinsumzug ist eine Süssigkeit aus dem Backofen zu heissem Tee oder Kakao für die süssen kleinen Schnuten und ihren Laternenumzug recht. Immerhin hat es ja am Leonhardi-Sonntag bereits geschneit in Murnau und im Blauen Land.

Martinsgänse © Liz Collet

Martinsgänse © Liz Collet

Diese Gänse-Kinder sind Jahr für Jahr ein Klassiker, seit ich selbst mit Kindergarten-Knirpsen abends mit Laternen unterwegs war.  Das eine oder andere Foto der Rezeptserie ist auch seit geraumer Zeit in Verlagen und Kindergarten-Magazinen oder Online-Präsenzen von Kindergärten als Kunden von Bildnutzungsrechten meiner Fotos zu entdecken, wie z.B. im Magazin Der Pilger, bei KIZZ.de (dem Elternmagazin der Kitazeit) oder hier in der Kindergarten-Spielecke, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Martinsgänse © Liz Collet

Martinsgänse © Liz Collet

Es macht Spass zu sehen, wie Rezepte, die man selbst kreiiert und über Jahre gebacken hat, um dem eigenen und anderen Kindern Freude bei Martinstagen (oder anderen Anlässen) zu bereiten, später dann mit der Fotografie in Print- und Onlinemedien verwendet werden und über diesen Weg wieder einen weiteren Weg zu Kindern und deren Eltern finden, um nachgebacken zu werden. Manchmal auch mit anderen Rezepten kombiniert, wie bei manchen der genannten Links, wo auch Quarkölteig zB verwendet wird.

Ob und wie diese anderen Rezepte funktionieren und schmecken, kann ich nicht beurteilen, ich habe sie noch nicht nachgebacken. Aber sicher sagen kann ich es bei meinen eigenen Rezepten, deren Ergebnisse Sie immer auch in meinem Bildern so sehen – und zwar so, wie sie gebacken wurden. Das ist im Falle der Bilder hier mit Hefeteig für die Gänsekinder. 

Beim Backen können die Kleinen gern mithelfen, mit Ausstechformen in Gänse-Form geht das kinderleicht und auch das Verzieren mit Rosinen für die Augen, das Bestreichen mit Zuckerguss und Bestreuen mit den gehackten Mandeln machen die Kinder gern mit.

Martinsgänse © Liz Collet

Martinsgänse © Liz Collet

Sie schmecken auch ohne Zuckerguss und Aprikotieren pur wunderbar. Dann kann man sie auch gut „aus der Hand“ oder einer Papiertüte essen, wenn man unterwegs ist.

Aprikotieren sollte lieber nur die Mama oder der Papa machen, weil heisse Marmelade bekanntlich nicht in Kinderhände gehört. Wem das eine wie das andere zu süss ist, kann die Gänse pur lassen oder nur mit etwas Puderzucker stäuben.

Und nach Lust und Laune nur die Gänsefüsse mit etwas Zuckerguss und Mandeln verzieren.

Martinsgänse © Liz Collet

Martinsgänse © Liz Collet

Sie brauchen dafür als Zutaten für den Teig (ergibt je nach Grösse der Ausstechform 7-8 Gänse)

190 g Mehl
20 g frische Hefe
30 g Rohrzucker oder anderen Zucker
1/2 Vanillestange, das Mark davon

1 Prise Salz
1 Ei
60 ml Milch
40 g weiche Butter

Zum Bestreichen vor dem Backen

1 Eigelb
1 El Milch

8 Rosinen

Glasur nach dem Backen

2 El Marillenmarmelade zum Aprikotieren
3 El Puderzucker
1 Msp Zimt
2 El gehackte Mandeln

Martinsgänse © Liz Collet

Martinsgänse © Liz Collet

Zubereitung:

Es ist ein klassischer Hefeteig, wie üblich in den 3 Arbeitsschritten:

Verrühren Sie etwas lauwarme Milch mit der frischen Hefe und diese mit etwas Mehl zum “Vorteig”, dem “Gangerl”, das 10 Minuten unter einem Tuch ruht, bevor Sie den Vorteig dann mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Hefeteig verrühren und wiederum unter dem Tuch für 30-40 Minuten ruhen lassen.

Dann den Teig auf der Arbeitsfläche noch durchkneten und  ca 1 cm dick ausrollen. Mit Ausstechform oder mit Schablone Gänse ausstechen und Flügel aus den Teigrändern.

Auf Backblech (mit Backpapier ausgelegt) legen, zugedeckt ca 15-20 Minuten ruhen lassen. Dann mit dem mit Milch verquirlten Eigelb bepinseln, je eine Rosine als Augen in den Kopf drücken,die Gänse im vorgeheizten Backofen bei 175 ° goldbraun backen.

Danach die Marillenmarmelade erhitzen, die Gänse aprikotieren. Etwas Puderzucker und eine Messerspitze Zimt mit wenig Wasser zu einem Guss glattrühren und über die Gänse ziehen oder sprenkeln. Und ein paar gehackte Mandeln auf die Gänse verteilen.

Und für manche grössere Kindsköpfe dürfen Sie das Rezept ruhig bissl raffinieren und die Rosinen ruhig vorher 1 Nacht in Rum einlegen und auch welche davon in den Teig der Ganserl einarbeiten.

Martinsgänse © Liz Collet

Martinsgänse © Liz Collet

Backen Sie ruhig ein paar Gänse mehr und eine doppelte Portion – es bleiben nie welche übrig. Sollte es doch passieren, sind sie anderntags zur Vanillesauce ein wunderbares Mehlspeisengericht.

Und nun- ran an den Spass und die süssen Gänschen und mit Lust und guter Laune gebacken und genascht! Viel Spass!

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