Pfarrkirche St. Martin in Garmisch-Partenkirchen

Pfarrkirche St. Martin in Garmisch mit Kramerspitze © Liz Collet

Pfarrkirche St. Martin in Garmisch mit Kramerspitze © Liz Collet

St. Martin ist die katholische Pfarrkirche von Garmisch in Garmisch-Partenkirchen im Stile süddeutschen Barocks. Erbaut wurde sie 1730 bis 1734 von Joseph Schmuzer.

Von Matthäus Günther stammen die Deckengemälde stammen von Matthäus Günther, Fresken von Franz Zwinck.

Sie steht als Baudenkmal unter Schutz und hat ein beeindruckendes und (wie im Video hier zu hören) warm klingendes Glockengeläut im Kirchturm, das aus acht Glocken in der Tonfolge as0-c1-es1-f1-as1-b1-c2-es2 erklingt.

Pfarrkirche St. Martin in Garmisch mit Kramerspitze © Liz Collet

Pfarrkirche St. Martin in Garmisch mit Kramerspitze © Liz Collet

Die Geschichte der Kirche in Garmisch geht zurück in die Zeit etwa um 750. Irische und schottische Mönche bekehrten damals das bayerische Oberland zum Christentum. Mutmasslich damals soll eine Holzkirche in Garmisch gebaut worden sein, deren Patron der Heilige Martin, der bedeutendste Heilige im Frankenreich war.

In der Zeit der Romanik entstand an ihrer Stelle ein steinerner Kirchenneubau, der im 18. Jahrhundert für die Gläubigen nicht mehr ausreichte.

Ein Neubau südlich der Loisach am Rande des Loisachgries wurde auf dem Nikolausanger geplant, die Grundsteinlegung fand am 15. August 1730 durch den Probst von Rottenbuch, Prälat Patritius, statt.

Pfarrkirche St. Martin in Garmisch © Liz Collet

Pfarrkirche St. Martin in Garmisch © Liz Collet

Von den ursprünglich zwei geplanten Kirchtürmen wurde nur einer vom Freisinger Fürstbischof und Landesherrn über Garmisch und der Grafschaft Werdenfels genehmigt und errichtet. Die Baukosten betrugen 12.000 Gulden. Zudem erbrachte die Bevölkerung umfangreiche freiwillige Leistungen in Form von Hand- und Spanndiensten. Die Steine für den Neubau kamen von der 1730 abgebrochenen Burg Werdenfels. 

Eindrucksvoll sind auch die mannshohen Standfiguren der Apostel Petrus und Paulus des berühmten Füssener Bildhauers Anton Sturm.

Seit 2008 wurde die Kirche umfangreich saniert. Nach Dach- und Fassadensanierung und ab 2010 erfolgter Sanierung des Innenraums mit den Decken- und Wandfresken sowie der technische Ausstattung und der massiven Schäden des Holzfussbodens unter den Kirchenbänken, sind die Arbeiten inzwischen abgeschlossen. Von den Renovierungskosten, die mit rund 4 Millionen Euro veranschlagt worden waren, trug das Erzbistum München und Freising den Grossteil mit 3,1 Millionen Euro, die Pfarrgemeinde St. Martin in Garmisch weitere 750.000 Euro, der fehlende Differenzbetrag wurde durch Spenden aufgebracht.

Pfarrkirche St. Martin in Garmisch © Liz Collet

Pfarrkirche St. Martin in Garmisch © Liz Collet

 

Dies und weitere Informationen:

Pfarrverband Zugspitze
Erzbistum München Freising – Pfarrverband Zugspitze

Bilder: Pfarrkirche St. Martin in Garmisch © Liz Collet

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