St. Agatha in Uffing am Staffelsee

Kirche Sankt Agatha in Uffing am Staffelsee © Liz Collet

Kirche Sankt Agatha in Uffing am Staffelsee © Liz Collet

Uffing, der kleinere und dörflich-idyllisch gelegene und anmutende Ort am nördlichen Ufer des Staffelsees und der Ach gelegen, gehört seit der Stiftung des Klosters Benediktbeuern im Jahr 739 durch die Hausgrafen Lantfried, Waltram und Eliland zu diesem Kloster und wird auch in der im 11. Jahrhundert aufgezeichneten Monumenta Benedicto Burana von Mönch Gottschalk als Stiftungsgut dieses Klosters erwähnt.

Seit dieser Zeit bis zur Säkularisation 1803 gehörte Uffing dem Kloster Benediktbeuern. Die Pfarrei St. Agatha Uffing ist unverändert dem Dekanat Benediktbeuern und dem Bistum Augsburg zugeordnet.

Es wird vermutet, daß schon im Jahr 808  in Uffing  eine Kirche stand. In der Monumenta Boica ist zu lesen, der Richter Kysilhard habe im Auftrage des Kaisers (Karls des Grossen) in einem Rechtsstreit über die Kirchengüter von St. Martin in Uffing entschieden.

Um 1200 ist unter den Pfarrkirchen des Dekanats Pähl auch Uffing aufgeführt.

1313 wird der erste Uffinger Pfarrherr namentlich genannt: Heinrich der Meixner. 1392 verkauft Conrad der Häringer von Ohlstadt den Zehent von zwei Höfen in Uffing an die beiden Uffinger Kirchen St. Agatha und St. Gregor.

1480 wird St. Agatha von den Edlen von Tafertshofen neu gebaut und 1483 vom Augsburger Weihbischof Ulrich eingeweiht.

1650 ist die Kirche dem Andrang der vielen Wallfahrer nicht mehr gewachsen und wird unter Leitung des einheimischen Baumeisters und Bildhauers Rudolph Zwink vergrössert. Dabei kommt es zu einer Verschiebung der Rückwand um 7m nach Westen, die Decke erhält ein Gewölbe und die Sakristei wird neu erbaut.

1676 errichtet Kaspar Feichtmayr den Oberteil des Turmes mit der Zwiebelhaube.

1686 werden die drei Uffinger Altäre neu gebaut.

Ihren heutigen Stil späten Rokokos bekommt die Kirch 1770 bis 1787 : Die Altäre werden von Paul Zwink, die Schnitzfiguren mutmasslich von Franz Xaver Schmädl oder seiner Werkstatt gefertigt.

Ihren Namen hat die Kirche von Agatha, die der Legende nach Tochter vornehmer Eltern in Catania und ungewöhnlich schön gewesen sei. Als sie den um sie werbenden Statthalter von Catania unter Hinweis auf ihren christlichen Glauben abwies, ließ dieser sie für 30 Tage einer Kupplerin übergeben. Da sich Agatha nicht beugte, warf man sie in den Kerker und unterzog sie der Marter, legte sie auf glühende Kohlen und Scherben, so dass sie bald ihren schweren Verletzungen erlag. Die Märtyrerin lebte von 225 bis um das Jahr 250 in Sizilien. Sie zählt zu den meistverehrten Heiligen; schon um 500 war ihr in Rom eine Kirche geweiht.

 

Kirche Sankt Agatha in Uffing am Staffelsee © Liz Collet

Kirche Sankt Agatha in Uffing am Staffelsee © Liz Collet

 

 Mehr über die Kirche Sankt Agatha und Aufnahmen aus dem Innenraum zeige ich Ihnen in einem weiteren Beitrag. Ich freue mich, wenn Sie dann wieder hereinblinzeln und bisserl mit mir durch’s Blaue Land und die Region spazierengehen! 

Wenn Sie Interesse an Nutzungsrechten für diese oder andere Fotos haben oder an Beiträgen über Sehenswertes im Blauen Land – gern erfahren Sie dazu Details auf Anfrage.

Impressionen aus Besuchen des Klosters Benediktbeuerns (Kleine Auswahl):

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