11.9.2016: Tag des Offenen Denkmals

E 6904 am Bürgerbahnhof Murnau© Liz Collet,Bürgerbahnhof Murnau© Liz Collet, keine BIldnutzung ohne vorherige schriftliche Nutzungslizenz !

E 6904 am Bürgerbahnhof Murnau© Liz Collet

Wer in Murnau mit dem Zug ankommt, dem fällt sie auf dem (Fuß-)Weg vom Bahnhof in den Ortskern auf: Die E 6904 am Bürgerbahnhof Murnau.

Am 11. September 2016 gehört sie mit dem Tag der offenen Denkmäler in Murnau zu den Sehenswürdigkeiten, bei denen Sie mehr über diese erfahren und mit diesen erleben können. Von 14.00 bis 17.00 Uhr können Sie ins Führerhäuschen der Denkmallok E69 04 klettern. Führungen sind jeweils um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr. Dann erzählt man Ihnen mehr über die Geschichte und die Technik jener Zeit. Und Sie können eine virtuelle Fahrt nach Oberammergau unternehmen.

Die auf dem Bahnhofsvorplatz in Murnau stehende Denkmallokomotive E 69 04, liebevoll auch “Johanna” genannt, erinnert an den früheren Zugbetrieb zwischen Murnau und Oberammergau. Sie hat eine spannende Vergangenheit bis ins Jahr 1903 und war von 1922 bis 1977 in Murnau in Einsatz.

Erbaut im Jahre 1901 von dem Kölner Unternehmen Van der Zypen & Charlier als Versuchslok.

1917 bis 1920 baute das Unternehmen Siemens & Halske die Lok in zwei Lokomotiven um. Der erste Teil wurde als Güterzuglok auf der Strecke Oberammergau – Murnau bis 1977 eingesetzt. Das kam so:

Zu Beginn der 1920er Jahre benötigte die Lokalbahn-Aktien-Gesellschaft / LAG dringend eine leistungsfähige Güterzuglokomotive für die Strecke Murnau–Oberammergau.

Siemens in Berlin lieferte 1922 eine zweiachsige Lokomotive mit dem ungewöhnlichen Aufbau: Führerhaus am Fahrzeugende, davor  ein langer, abgeschrägter Vorbau, auf welchen den sich das weit vorgezogene Dach mit zwei Ständern abstützte.

Der mechanische Teil der Lok ist aus einer Hälfte der Siemens-Drehstrom-Versuchslokomotive entstanden. Diese war 1902 für die Studiengesellschaft Elektrische Schnellbahnen Marienfelde–Zossen gebaut worden. 

Neu entwickelt aber wurde die elektrische Ausrüstung mit den beiden Tatzlagermotoren.

 1934 wurde von Krauss-Maffei ein neuer Aufbau mit mittigem Führerhaus geliefert, der weitgehend dem der LAG 5 glich. Die Elektrik blieb unverändert bis zum Umbau für das 15-kV-Netz im Jahre 1955 im AW München-Freimann. Die Lokomotive versah ihren Dienst bis zur Ausmusterung 1977.

Danach wurde sie in München in der Arnulfstraße vor dem Bundesbahn-Zentralamt aufgestellt. Nach Verkauf der Liegenschaft wurde die Lok 1997 als Denkmal vor dem Bahnhof in Murnau aufgestellt. 2013 wurde der Anstrich der Lok erneuert und das Denkmal um einen historischen Fahrleitungsmast der Bahnstrecke Murnau–Oberammergau samt Oberleitung ergänzt

Ihre Technische Daten
Länge: 7,75 m
Dienstgewicht: 27 t
Leistung: 287 kW (390 PS)
Achsfolge: Bo (2 einzeln angetriebene Achsen)
Stromsystem: 5 kV/16 Hz bis 1954 , danach 15 kV/16 2/3 Hz.
Größte zulässige Geschwindigkeit 50 km/h
In die Denkmalliste eingetragen wurde sie im November 2004

Kontakt

Denkmallok / Kuratorium E 69 04
Dr. Pospischil
E-Mail: info.e6904@online.de

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