Ortsspaziergänge: Historische Holztüre am Schrannenplatz 11 in Füssen | Alte Stadtvogtei

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Historische Holztüre am Schrannenplatz 11 in Fuessen | Alte Stadtvogtei © Liz Collet

Manchmal gehe ich fremd. Über die Grenzen
des Blauen Landes hinaus und hinüber ins Ammertal, den Pfaffenwinkel, ins Fünf-Seen-Land oder auch ins Ostallgäu. Nach Füssen, zum Beispiel. Kommen Sie heute mit?

Gleich zu Beginn – es ist eine Legende, dass der Name Füssens etwas mit den Füssen des Flaneurs oder Wanderers zu tun hat, der hierher kommt. Und auch ein nur neckisches Gerücht, deswegen gebe es einen Brunnen, der mit diesen Figürchen zum planschenden Bad an heissen Tage einlade.

Raten Sie wieder mit? {Lizerls Rätzelhaftes*13} © Liz Collet

© Liz Collet

Den Brunnen gibt es natürlich. Und ich kann Ihnen auch zeigen, wo er steht. In Füssen. Unweit verführerisch duftender Backwaren – en passant. En passant zu bemerken, unübersehbar und unüberschnupperbar. Aber dazu müssten Sie mir dann schon bei einem meiner Ortsspaziergänge folgen.

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Wer über den Schrannenplatz in Füssen spaziert, entdeckt sie vielleicht nicht gleich als Erstes, diese historische alte Holztüre. Denn rund um den Schrannenplatz gibt es viele interessante Dinge zu entdecken.

Überhaupt lohnt der Besuch der Stadt Füssen, welche von vielen gern übersehen wird, die ihren Weg zu den Königsschlössern suchen und finden und dort besonders in der Sommerzeit  im Stau und in Schlangen der Kassen für die Führungen ins Schloss verbringen, um nicht zu sagen: Vergeuden. Nicht wenige stehen mehr Stunden dort, als die überschaubar kurze Zeit in den Schlössern selbst ihnen zur Besichtigung bei der Führung lässt.Rechnen Sie es sich selbst aus, wie viel Zeit Sie beim Anstehen und wieviel bei einer Führung durch die Königsschlösser Zeit haben mögen, wenn ich Ihnen erzähle, dass jedes Jahr eine Besucherzahl durch die Schlösser geschleust wird, die roundabout die Einwohnerzahl Münchens erreicht.

Wenn Sie die Königsschlösser besuchen wollen, ist mein persönlicher Rat, dies im verschneiten Winter zu tun und zu geniessen. Konkurrenzlos schön dann die Stimmung zwischen den Jahren, wenn zwar nicht an den Feiertagen und Heilig Abend, aber zwischen diesen und Silvester und danach die Königsschlösser erhaben und romantisch zugleich besonders bei gutem Schnee vor einem liegen.

Dazu, über Schwäne und Schlösser, mörderisch interessante und märchenhaft faszinierende Geschichten und Wege

Hohenschwangau bu_10642368 © Liz Collet

erzähle ich Ihnen an anderer Stelle mehr.

Heute will ich Sie mit einem Ausflug in die Stadt Füssen selbst locken. Diese wie das Ostallgäu überhaupt sind jetzt, wenn es zu herbsteln begonnen hat und der morgendlichen frischeren Wetterlage mit Nebelfetzerln über Seen und Land wie Bergen die Sonnenstrahlen folgen, die weniger drückend sind, dafür anhaltenderes Wetter bieten, mehr als einen Tag wert. Aber ein Tag ist schon ein Anfang und zum Flanieren durch die wunderschöne Stadt mit reicher Geschichte reizvoll.

Eine Stadt, in welcher es neben den „Hauptsehenswürdigkeiten“ – das Hohe Schloss Füssen und das Kloster St. Mang – unzählige Details und Kleinigkeiten für das Auge zu entdecken gibt.

Apotheke Fuessen bu_10645341 © Liz Collet

Apotheke Fuessen © Liz Collet

Mein persönlicher Tipp ist, sich für ein erstes Rendezvous mit Füssen die Lage der Strassen, die heute weitgehend Fussgängerzone in der Altstadt sind, zunutze zu machen, welche einen angenehmen Rundgang ermöglichen,

Fassade in Füssen bu_10641514 © Liz Collet

Bürgerhäuser in Füssen bu_10641519 © Liz Collet

von dem aus kleine Abstecher zur Heilig-Geist-Spitalkirche, zum Hohen Schloss,

Hohes Schloss Fuessen bu_10645347 © Liz Collet

Hohes Schloss Fuessen © Liz Collet

Hohes Schloss Fuessen bu_10645347 © Liz Collet

Hohes Schloss Fuessen © Liz Collet

zum Rathaus

 

Rathaus mit Erker in Füssen bu_10641513 © Liz Collet

Rathaus mit Erker in Füssen © Liz Collet

und Kloster

Erker am Eingang zum Kloster St Mang bu_10641948 © Liz Collet

Kloster Sankt Mang Fuessen bu_10645345 © Liz Collet

Kloster Sankt Mang Fuessen © Liz Collet

und zum Sieben-Stein-Brunnen und in eine wunderschöne Parkanlage möglich sind, je nachdem, wieviel Zeit und Lust man hat, die Runde auszudehnen.

Stadtbrunnen mit St. Magnus Fuessen © Liz Collet

Stadtbrunnen mit St. Magnus Fuessen © Liz Collet

An Hunger oder Durst auf der Strecke muss niemand an dieser Runde leiden: Sie ist gesäumt von verführerischen Cafés, Bäckereien und Konditoreien, Eisdielen und anderen Läden, die zur Stärkung und zum Niederlassen, zum Schauen und Geniessen einladen, ebenso wie von mehreren Brunnen, die zum Kühlen von Nacken und Handgelenken an heissen Tagen verführen und Kindern Spass bereiten.

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Feuerhaus am Schrannenplatz Fuessen © Liz Collet

Am Schrannenplatz trafen im Mittelalter Bürger, Bauern und Händler sich zum städtischen Kornmarkt. Und daran hat sich – nicht nur am Samstag für den Wochenendbummler – bis heute im Grunde nicht viel geändert, wenn Gäste Füssens wie auch ihre Bürger und Händler sich an diesem beliebten Treffpunkt begegnen.

Das spätgotische Kornhaus mit dem kleinen Uhrturm an der Südseite des Platzes wurde 1483 erbaut. Das verrät eine Inschrift an der Fassade des Gebäudes, das als Getreidelager zwischen den Markttagen diente.

Über Jahrzehnte nutzte man das Anwesen als Feuerhaus. So manches Mal sollen die Einsatzfahrzeuge bei ihrer Ausfahrt durch die engen Altstadtgassen  Cafégestühl ramponiert haben. Schließlich brachten die Füssener die Feuerwehr andernorts unter und eröffneten 1998 in den gotischen Gewölben im Erdgeschoss 1998 eine Markthalle. Dort werden an Marktständen Biobackwaren, frischer Fisch und Feinkost,  orientalische Delikatessen, Obst, Gemüse und Weinspezialitaten.

Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag: 08:00 – 18:30 Uhr
Freitag: 08:00 – 20:00 Uhr
Samstag: 08:00 – 15:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: geschlossen

Vis-à-vis ist das Anwesen Nr. 11 am Schrannenplatz mit einigen charmanten Details zu sehen, die drei Reihen der Giebelfenster am Steilsatteldach übereinander, das Fenster mit „französischem Balkongitter“ unter dem Flaschenzug-Balken, der auf frühere Nutzungen als Speicherraum hindeutet. Die Reihen kleiner Fenster in der zweiten und dritten Etage darunter mit den adrett getünchten Holzfensterläden. Und schliesslich die historische Holztüre zum Anwesen.

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Historische Holztüre am Schrannenplatz 11 in Fuessen | Alte Stadtvogtei © Liz Collet

Es handelt sich um das frühere, heute denkmalgeschützte Haus des Bäckermeisters Martin Welz, welches 1398 erstmals erwähnt wurde und 1618 in den Besitz des Augsburger Fürstbischofs übergegangen und von diesem als Stadtvogtei eingerichtet worden ist. Später – mit der Zugehörigkeit Füssens zu Bayern – wurde es als Landgericht genutzt. Die schöne geschnitzte Türe im gotischen Rundbogeneingang des Hauses Schrannenplatz Nr. 11 erinnert noch an diese Zeit.

Konnte ich Sie ein wenig ankitzeln zur Lust auf mehr – Geschichte, Geschichten, Sehens- und Geniessenswertes aus und rund um Füssen und Ostallgäu mit diesen ersten kleinen Häppchen?

Dann lassen Sie sich doch einmal zu mehr ver.führen….ich habe noch ein prall gefülltes Tascherl an reizvollen Details und Kleinigkeiten und Sehenswertem für Sie

Entlang der Romantischen Strasse © Liz Collet

Bis dahin? Und einstweilen Bärige Ferientage!

Bärige Ferientage  © Liz Collet

Bärige Ferientage © Liz Collet

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