Mein Pfaffenwinkel: Welfenbrunnen im Klosterhof und Kloster Rottenbuch

Welfenbrunnen im Klosterhof des Klosters Rottenbuch © Liz Collet

Welfenbrunnen im Klosterhof des Klosters Rottenbuch © Liz Collet

Der Pfaffenwinkel gehört – nicht allein, weil dort mein Geburtsort an der Romantischen Strasse zu finden ist – zu einer der wirklich schönsten Regionen. Der Name geht wohl zurück auf einen Raistinger Dorfpfarrer. Franz Sales Gailer soll im 18. Jahrhundert den Begriff Pfaffenwinkel aus dem Wort Pfaff bzw. Pfaffen, den alten deutschen Bezeichnungen für Pfarrer geprägt haben. In einer Region, in der die Zahl der Pfarrer aufgrund der bestehenden Kirchen und Klöster überaus hoch war, hätte man sie natürlich auch beispielsweise Klosterwinkel nennen können. Aber sei’s drum – so wurde der Begriff zweifelsohne mit mehr Aufmerksamkeit bedacht und einprägsamer. Liegt doch auch ein leise schlitzohriges Frotzeln in diesem Namen und der bildlichen Assoziation, die mancher damit verbindet, wenn er haufenweise Pfaffen in der hübschen Gegend herumwuseln sieht, gedanklich, Kopfkino.

Die Gegend des Pfaffenwinkels umfasst im Kern den Landkreis Weilheim-Schongau, reicht aber über das Land Richtung Landsberg am Lech und Starnberg im Norden, im Westen in die Ecke von Ingenried im Westen, südlich bis Füssen und Ettal und östlich bis nach Benediktbeuern. Teilweise geht es hinein ins Fünf-Seen-Land, in den Isarwinkel, den Lechrain und in Partien des Ostallgäus und Garmisch-Partenkirchens. Eine markante Grenzlinie fehlt. Einige Impressionen sehen Sie in diesem kurzem Video über den Pfaffenwinkel.

Zum Pfaffenwinkel gehören natürlich die Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland, die Wieskirche und die Wallfahrtskirche auf dem  Hohen Peißenberg.

Wieskirche am Weihnachtsmorgen © Liz Collet

Wieskirche am Weihnachtsmorgen © Liz Collet

und die Klöster Benediktbeuern,

 Benediktbeuren © Liz Collet

Benediktbeuren © Liz Collet

Schlehdorf,

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Kloster Schlehdorf © Liz Collet

Polling, Wessobrunn, Dießen, Bernried, Beuerberg, Habach, Steingaden, Ettal,

Ettaler Weihnacht © Liz Collet

Ettaler Weihnacht © Liz Collet

Kloster Ettal © Liz Collet

Kloster Ettal © Liz Collet

Andechs und Rottenbuch. Dort nun steht dieser wunderschöne Welfenbrunnen im ersten Bild eingangs des Beitrags, dem meine Kamera nicht widerstehen konnte.

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Während ich netten Menschen den Weg ins Kloster Rottenbuch und einige andere schöne Sehenswürdigkeiten meines Pfaffenwinkels auf einer der reizvollen Tagesausflugstouren einer Busgruppe zeigte und ihnen ein bisserl was darüber erzählte.

Vielleicht haben Sie ja auch einmal Lust dazu? Und sich von mir nach Rottenbuch ins Kloster ver.führen zu lassen?

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Der Ortsname und so auch der Klosternamen gehen auf eine Buchenrodung zurück. Das Kloster Rottenbuch ist ein ehemaliges Stift der Augustiner-Chorherren und jetziges Kloster der Don-Bosco-Schwestern in Rottenbuch und gehört zur  Diözese Freising. Es liegt rund 12 Kilometer nordöstlich der Wieskirche über dem Ammertal.  Für Ausflüge und Touren eignet es sich daher gut, die Besuche Rottenbuchs und der Wieskirche zu verbinden.

Ein Kloster, das einen an italienische Kirchen erinnernden, weil freistehenden Kirchturm

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

mit drei eigentümlichen Kirchturmuhren besitzt, der neben der besonders schönen basilikalen Kirche 75 m hochragt. Die Stunde, die Minuten und die Zeit nach der Sonnenuhr werden an seiner Südseite von oben nach unten an den drei Uhren einzeln angezeigt.

340 Jahre wurde der Turm von einem gotischen Satteldach bedeckt. 1780/81 wurde dieses abgenommen und durch den Kuppelhelm ersetzt, den ein Obelisk als Spitze krönt. Dieser hält die vergoldete Kugel, auf der weithin sichtbar ein Kreuz (3,5m hoch) in den Himmel ragt.

Heute sind 7 Glocken auf dem Turm.

Das jetzige Geläut von 1947 besteht aus sechs Gussstahlglocken (b-des-es-ges-as-b) und hat ein Gesamtgewicht von 9000kg, allein die größte Glocke wiegt 3600kg.

Die sechs Glocken des 7 m neben der Kirche stehenden Campanile wurden 1947 vom Bochumer Verein gegossen .

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Das Augustiner-Chorherrenstift wurde vom bayerischen Herzog Welf IV. 1073 gegründet und 1803 säkularisiert. Ursprünglich war die Klosterkirche Mariä Geburt im romanischen Stil gebaut. 1468–1480 wurde sie neu errichtet. Im Inneren gibt es Arbeiten von Joseph Schmuzer und dessen Sohn Franz-Xaver Schmuzer im Rokoko-Stil, Deckenfresken von Matthäus Günther und einen Hochaltar und Orgelprospekt von Franz Xaver Schmädl.

Die Fresken der Innenausstattung gehören zu den besten Arbeiten Matthäus Günthers. Eine überreiche Stukkierung fängt das Auge mit immer neuen und faszinierenden Details, die zu längerem Verweilen im Kirchenraum einladen.

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Die um 1750 erbaute Orgel wurde 1962 erneuert.

Und wenn Sie das Glück eines sonnigen Tages haben, bieten die Einfälle des Lichts mehr noch als an anderen Tagen durch die Fenster der Kirche ein eindrucksvolles Spiel der Stimmung und Atmosphäre.

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Auf dem Nordaltar ist ein Marienbild von Erasmus Grasser aus dem Jahr 1493.

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Kloster Rottenbuch © Liz Collet

 Taufstein in der Mariä-Geburts-Kirche im Kloster Rottenbuch © Liz Collet

Taufstein in der Mariä-Geburts-Kirche Rottenbuch © Liz Collet

Gleich neben dem Taufstein von Anton Sturm steht das Kirchenmodell der Rottenbucher Mariä-Geburts-Kirche.

Mehr…………..plaudere ich gern an anderer Stelle aus. Über Rottenbuch, das Kloster, die Kirche und meinen Pfaffenwinkel. Und welche sehenswerten weiteren Kirchen und Klöster und anderen Orte sich ideal für Ausflüge nach Rottenbuch oder im Pfaffenwinkel, im Blauen Land und im Ammertal und auch im Fünf-Seen-Land kombinieren und sehen lassen können.

Bei Interesse erfahren Sie gern mehr auf Anfrage.

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