Wenn nur sonnigeres Wetter wäre….?!?

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Gartenhaus © Liz Collet

Wer nicht zufrieden ist mit dem,
was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem,
was er haben möchte.

Berthold Auerbach

Besonders im Urlaub erwarten oder erhoffen sich doch viele ein besonders sonniges Wetter. Und an den Wochenenden, naturellement.

Nicht-sonniges Wetter ist vielen kein schönes Wetter. Eins, mit dem sich – vermeintlich – nichts anfangen liesse. Selbst wenn es nicht regnet. Sicher werde es gleich eh anfangen. Pessimisten kann man vielleicht mehr als mit Regen nur mit unerwartetem aufreissendem, stahlendblauem und sonnigem Himmel ärgern. Scherzi aparte.

Sicher, jeder hat gern auch ein paar Sonnentage und natürlich auch gern im Urlaub. Aber oftgenug sind die Menschen, welche über das Wetter klagen auch solche, die an allem und jedem etwas zum Nörgeln finden, aus Langeweile, Lustlosigkeit, Fantasielosigkeit. 

Es erinnert hin und wieder an Kinder, bei denen es solche gibt, denen alle Naselang langweilig ist (besonders bei Regen) und dies laut und vernehmlich bekunden, als seien Eltern und Geschwister und wer immer sonst in der Nähe ist, dafür zuständig und verantwortlich, dieser Langeweile Abhilfe zu schaffen. Und es gibt jene anderen Kinder, denen es nie langweilig zu werden scheint, die sich immer und gut und gern selbst zu beschäftigen wissen und – auch bei jedem Wetter – etwas zu entdecken und zu unternehmen und mit ihrer Zeit anzufangen verstehen. Es ist müßig an dieser Stelle vertiefen zu wollen, ob und wie weit Veranlagung und Naturell oder Erziehung diese Fähigkeiten und Einstellung bedingen und verstärken oder ändern könnten.

Ich kenne viele Menschen, die bei Regenwetter nicht gut arbeiten können, weil es sie vorgeblich niederdrücke, bei sonnigem Wetter nicht leistungsfähig seien, weil es zu heiss und draussen so schön und so niederdrückend sei, dass man bei so schönem Wetter arbeiten müsse, usw. Wer seine Lust zu arbeiten und seine Freude daran, was er arbeiten darf (ja, ich sage: darf!) vom Wetter abhängig macht, hat in Wahrheit kein Problem mit dem Wetter, er sucht nur Ausreden.

Und so mutet es – in meinen Augen – manchmal auch an, wenn ich höre, ein Urlaub sei verdriesslich, weil er nicht genug Sonnenstunden gehabt habe, weil man bei solchem Wetter ja nichts habe anfangen können.

 © Liz Collet

© Liz Collet

Mag sein, dass prasselnden Regengüsse über Stunden hinweg auch bei geeigneter Kleidung mit Regenjoppe, Schirm und Gummistiefeln nicht die höchste Verzückung an stundenlangen (sic!) Spaziergängen und Wanderungen wecken, sondern vielleicht nur auf eine Stunde. Aber die kann erholsamer für Körper und die Seele sein, die auch mal die Füsse baumeln lassen mag, als manchem stundenlange Wanderungen bei grösster Hitze gut tun könnten oder Sonnenbrutzelei am Strand. Hautärzte wissen vor allem bei letzterem ein wenig heiteres Lied davon zu singen.

Und was spricht gegen ein lauschiges Plätzchen auf einem Balkon, einer Veranda, einem Wintergarten mit geöffneten Fenstern oder in einem Gartenhäuschen, geschützt dem Regenprasseln lauschend, bei einer Kanne Tee oder heisser Schokolade, lesend, strickend, Brettspiele mit Kindern spielend oder diesen Geschichten erzählend oder vorlesend? Mit frisch gebackenen Keksen oder Kuchen oder Keksen aus den nostalgischen Keksdosen. Man kann an solchen Tagen herrliche Vanille-Sand-Waffeln im heissen Eisen backen und zu Kirschen und Beeren naschen.

Oder – wie wir es auch gern als Kinder und bis heute mochten – bei einem Leberwurstbrot oder einem Stück harter, luftgetrockneter Landjäger, an der man dann knabberte. Beim Lesen von Geschichten und Büchern, beim Hören von Radiohörspielen oder -krimis oder Musik. Oder einfach zum heissen Tee. Viele Ferientage bei meinen Grosseltern im Pfaffenwinkel verbracht, in dem es sich eben auch im Sommer gern mal „einregnen“ konnte, kenne ich es nicht anders, als dass man bei jedem Wetter draussen war und es sich daheim dann auch mit der Strickjoppe gemütlich machte. Nicht weniger schöne Tage und Stunden, wenn man beisammen war. Weil das – Zeit miteinander – eh das Schönste an den Ferien war. Neben und mit den Geschichten und Erlebnissen mit und von Grosseltern oder Eltern. Bis zur Dämmerung und Dämmerstunde bei Kerzenlicht und Windlichtern und den Geschichten und Spielen, welche gerade dann so besonders schön sind, wenn zur Blauen und Dämmerstunde eine ganz andere, eigene schöne Stimmung Einzug hält in Tag und den Abend, den sie einläutet.

Man kann – als Feriengast – sich natürlich auch anstatt selbst zu backen mit einem Kuchenstück von der nahegelegenen Konditorei versorgen, die für jeden etwas in der glänzenden Ladentheke zur Auswahl hat für diese gemütlicheren Sommertage. Vielleicht mal wieder auf den Geschmack neuer und bisher noch nicht probierter Kuchen kommen, die später und nach dem Urlaub daheim nachgebacken werden. Vielleicht sich nach einem Spaziergang bei heissen Getränken und Nascherei etwas Süsses zu gönnen?

 Schloßmuseum Murnau © Liz Collet

Schloßmuseum Murnau © Liz Collet

In Murnau bieten Ausstellungen und Museen Abwechslung nicht nur, aber auch an den weniger sonnigeren Tagen. Auch ein umfangreiches Programm für Kinder beispielsweise im Schlossmuseum Murnau.

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