Murnau und der Weihnachtsmarkt – was wünschen SIE sich? {Lizerls kleiner Weihnachtswunschzettel}

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Adventus © Liz Collet

Bei den einen heisst er Weihnachtsmarkt, bei den anderen Adventsmarkt. Für mich sind es Christkindlmärkte. Das mag eine Generationenfrage sprachlich sein oder daran liegen, wo ich geboren und aufgewachsen bin und an der Färbung der Sprache, die mit Altmünchner Grosseltern und deren Geschichte zu tun hat. Ich habe schon allerlei Christkindl- und Weihnachtsmärkte erlebt und besucht und meine Vorlieben und Vorstellungen, was auf einem solchen zu finden sein sollte und was eigentlich eher nicht und welche Atmosphäre und Stimmung ich mir wünsche, um gern und mehr als einmal über solche zu schlendern, dabei Menschen zu begegnen – hinter und im Standl und davor und auf den Wegen dazwischen. Um vielleicht das Eine oder Andere dort zu kaufen oder zu geniessen. Und mich dort und gern dort aufzuhalten. In Vorweihnachtstagen besinnlich und in Stimmung zu kommen. Was nicht ausschliesst, bei der Gelegenheit auch ein Geschenk zu besorgen oder andere Besorgungen zu machen, auch in Geschäften rund um Weihnachtsmärkte.

In Murnau nun heisst er Adventsmarkt, weil er an EINEM Adventswochenende stattfindet. Und das ist aktuell das Thema: Ist EIN Adventswochenende genug oder das Potential des Murnauer Adventsmarktes nicht ausgeschöpft. Und wenn man was daran ändert – was sollte und kann man dann ändern?

Vorweg – nicht jedes Rad muss neu erfunden werden. Aber ein bisserl weiter drehen, das darf ja mal angedacht werden. Und wenn man überlegt, ein Potential weiter auszureizen, dann ist die Frage erst einmal: Welches Potential? Was will ich erreichen, wenn ich mehr aus den noch offenen Potentialen nutz- oder gewinnbringend zuzeln, pardon: Nutzen und gern auch Gewinn ziehen will?

Geht es um lebendigere Kultur und Belebung der Fussgängerzone? Die jenseits von Ladenschluss oftmals recht einsam anmuten, in manchen Städten, in Murnau beizeiten auch, je nach Tageszeit? Nicht nur ausserhalb der Ladenschlusszeiten?

Weil – und darin liegt ein Teil der Potentiale, die  auch in der Adventszeit hinterfragt werden – der Einzelhandel seine Probleme in Murnau sieht und hat und nach wie vor nicht so recht Lösungen zu finden scheint?

Christkindlmärkte sind seit langen überall zweifelsohne eben auch Märkte zur Umsatzsteigerung und -erwirtschaftung, keine reinen künstlerischen oder handwerklichen Standln, sie sind eine Mischung aus mehr oder weniger schönen Weihnachts- und Adventsartikeln und Buden, in denen Speis und Trank im Ausschank sind. Manche gibt es sogar ganzjährig. Wie jenen in Oberammergau. Und einen anderen in Riquewihr. Und andernorts. Einen in Rothenburg o.d.T. kenne ich seit Exkursionen der Studienzeit von Regensburg aus ins Kriminalmuseum dort und fand es im Sommer schier grotesk, wie Busladungen voller asiatischer Reisegruppen dippeldippeldippel knipsend durch die wunderschöne alte Stadt zu Käthe Wohlfahrts Reich strömten und nach dem Eintauchen in winterlichen Laden und Weihnachtsdekoration aus dem sommerlichen Ort vor der Türe wild kauften, was Good Old Germany an (vermeintlicher) Weihnachtsstimmung sein sollte. Ich kaufte kein Stück bei jenem ersten sommerlichen Besuch in Rothenburg. Spazierte durch den alten Ort, stellte ihn mir winterlich verschneit vor. Und kam bei anderer Gelegenheit im Winter wieder. Fand einen Weihnachtsmarkt in einem der Höfe Rothenburgs hübscher und heimeliger als Käthe Wohlfahrts glitzerndes Paradies an weihnachtsberauschendem „Hiergibtsalles“ und erstand an einem der Stände in den Höfen Rothenburgs ein paar handgefertigte Strohsterne für meinen Adventskranz daheim in meiner Studentenbude. Und naschte von den süssen Schneeballen, einer fränkischen Spezialität. Vier Winter danach kam ich erneut dorthin und kaufte Christbaumkugeln und handgearbeitete Holzspielsachen zum Aufhängen für den Christbaum und eine besondere, einmalige Christbaumkugel. Die für das erste Weihnachten meines Sohnes, in jenem Jahr. Nähte Schleifen in den Farben der Christbaumkugeln (silber, gläsern und altrosé). Für die ersten Weihnachtsbäume als kleine Familie in Regensburg. Und Jahr für Jahr wurden kein anderer Schmuck mehr als eben jener traditionell für den Christbaum verwendet. Der Schmuck war sogar im Gepäck, als wir seit 1992 jedes Jahr an den Staffelsee in einer Ferienwohung zwei Wochen Weihnachtsurlaub machten für den Weihnachtsbaum, den wir dort aufstellten.

Weihnachten und Christkindlmärkte haben eine Tradition und bilden neue Traditionen – auch mit dem, was man von ihnen mitnimmt. Waren. Oder Erlebnisse, Begegnungen und Erinnerungen.

Ich habe – wenn man so will – mitten in einem Christkindlmarkt geheiratet, im Dezember in der Regensburger Neupfarrkirche, die bekanntlich mitten am gleichnamigen Platz steht und um welche herum seinerzeit im Dezember wunderschöne und romantisch beleuchtete Weihnachtsstände traditionelle Waren wie Weihnachtsschmuck, Adventsgebäck und Stollen, gebrannte Mandeln und Glühwein und Punsch und natürlich Bratwürschtl im Kipferl feilgeboten, wo es nach Zimt, Vanille und Mandeln duftete. Noch war dort keine Fussgängerzone wie etwas später dann und so war tüchtig viel los, auch wenn es ein bisserl enger war, als der inzwischen anders gestaltete Neupfarrplatz an Raum bietet. Für meinen Geschmack wirkt er seither leerer, auch menschenleerer und weniger heimelig auch zur Weihnachtszeit. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.

Einer der schöneren Münchner Christkindlmärkte neben dem kleinen am Rotkreuzplatz, zu dem ich gern von der Kanzlei am Nymphenburger Kanal auf einen Sprung ging, war für mich immer der im Englischen Garten beim Chinesischen Turm… bisserl abgelegen, weg vom Einkaufsrummel. Stimmungsvoll, vor allem im winterlich verschneiten Englischem Garten, zur Blauen Stunde.

Schön auch die Christkindlmärkte in Hof der Blutenburg. Wo man nach dem Besuch der Internationalen Jugendbibliothek noch eine stimmungsvolle Runde spazieren kann und stöbern und bissl was Naschen und dann behaglich daheim Adventstage ausklingen lassen mit dem kleinen Kindskopf beim Lesen und Vorlesen der Bücher und bei heisser Schokolade zu Adventsgebäck.

Weihnachtsmärkte sind Anziehungspunkt dann, wenn sie nicht allein dem Kommerz huldigen, weder selbst mit den dort vertretenen Ständen, noch für die Läden und Kaufhäuser drumherum, die beispielsweise am Münchner Marienplatz Anlaufstellen der Weihnachtseinkäufe sind und bei denen man allenfalls noch für den Glühwein oder Waffeln und anderes über den Weihnachtsmarkt geht, weil er eben auch da ist. Und weil Speis und Trank dort längst mehr Anziehungspunkt sind, als stimmungsvolle Marktstände. Dass am Marienplatz auch letztere ihr Geschäft machen, liegt vor allem am Tourismus und denen, die dort dann gar Christbaumkugeln made in China kaufen, die selbst aus China kommend München besuchen.

Diese Art von Rummel zur Ankurbelung allein des Warenumsatzes – das Potential auch für Murnau?
Wohl wenig wünschenswert.

Nutzen auch für den Einzelhandel durch den Adventsmarkt aber wäre durchaus wünschenswert. Kämpft Murnau doch auch im Einzelhandel mit dem Trend zu Online-Käufen und Einkäufen in Gewerbegebieten und dortigen Märkten ausserhalb der „guten Stube“ des Marktes Murnau. Auch zur Weihnachtszeit – denn Fussgängerzone schön und gut, aber bietet der dortige Einzelhandel denn das Sortiment, das für Weihnachtswunschzettel gefordert ist? Wo auf Wunschzetteln nach wie vor Hightech und Technik und andere Produkte stehen, die online oder in „Ich bin doch nicht blöd, wo Geiz doch geiler ist“-Märkten massenweise zu low budget Preisen über Kassenbänder wandern. Gibt es das Sortiment für die Wünsche unter dem Weihnachtsbaum in Murnaus guter Stube selbst? Teils……….vielleicht, wie bei Büchern, Spielwaren. Haushaltswaren liegen schon eher wieder an anderer Stelle in Murnau und mit dem Auto erreichbarer als die Fussgängerzone. Durch die auch wenige gern mit schwerem Einkaufstaschengepäck des „Christkindls“ laufen mögen. Wenn sie von Laden zu Laden gehend einkaufen. Und über einen Weihnachtsmarkt bummeln.

Und damit sind wir – nicht erstmals – bei der Frage: Was bietet und leistet der Murnauer Einzelhandel und eben nicht allein zur Vorweihnachtszeit? Und was könnte er (wieder) und reizvoller als Anziehungspunkt selbst und nicht nur zur Adventszeit bieten und was würde mehr Kunden auch anlocken? Und erst dann stellt sich die Frage: Welche Bedeutung hat dabei der bisherige Adventsmarkt oder wie könnte dieser Bedeutung für den Einzelhandel hinzugewinnen, von dem alle profitieren: Weihnachtsmarkt-Standlbetreiber, Einzelhandel und Gastronomie, Tourismus und Kunden aus Murnau und der Region.

Was wäre bei einem kleinen stimmungsvollem Adventsmarkt im Kulturpark vielleicht ähnlich möglich, wie bei jenen romantischen und stimmungsvollen kleineren Christkindlmärkten, zu denen man gern spaziert und schlendert? Kann man ihn im Kulturpark für die gesamte Adventszeit eröffnen? Welche Art von Ständen sollten dort dann zu finden sein? Und wieviele?

Wer aber einen solchen Markt als Option ins Feld (und auf die Wiese des Kulturparks stellend) führt, muss sich klar sein, dass dann nicht nur ein Teil der Stände vom Obermarkt dorthin gehen werden, weil die Zahl ja nicht insgesamt verdoppelt wird. Und mit der anderen Platzierung der Weihnachtsstände eher noch eine Abwanderung der Kunden und Kundenpotentiale im Raum steht als Folge. Am Kulturpark sind Parkmöglichkeiten besser, um diesen zu besuchen – und wer dort war und seine Lebensmitteleinkäufe und andere Weihnachtseinkäufe eh schon mit dem Auto und damit im Tengelmann-Center oder Kemmelpark oder bei REWE erledigt, wird noch weniger Reiz verspüren, dann noch durch Ober- und Untermarkt zu schlendern, um dortigen Einzelhandel zu besuchen und dort einzukaufen.

Zum einen wünscht Murnau sich also eine Belebung des Einzelhandels gerade in der „guten Stube“ mitten in Murnau. Das sollte auch Buchhändler besonders locken, die ohnehin zu der Handelsbranche gehören, die mit Onlinehandel besonders konkurrieren. Jeder zusätzlich zum Schlendern und Stöbern kommende und sich stimmungsvoll durch Weihnachtsmarkt launige Kunde sollte da doch zählen….? Und wer wüsste nicht in Murnau, wo die beiden Buchhandlungen sind, selbst wenn ein Weihnachtsstand ein paar Meter davor steht oder würde sie wegen selbigem übersehen?

Ein längerer Christkindlmarkt wäre also eigentlich nicht schädlich, sondern nützlich. Denn wer dann dort einmal ins Schlendern und Stöbern und in Stimmung beim Blättern in realen und nicht nur virtuellen Buchseiten kommt, kauft auch. Und tut dies nicht erst online Tage später.

Es kommt also auch nicht nur zu einer Verteilung der Marktbesucher auf die Adventswochen statt konzentriert auf 1 Adventswochenende.
Sondern eher führt es zu einer Belebung durch mehrere Besuche, weil die Stimmung des Adventsmarktes auch dazu einlädt, nicht nur gemütlicher zu bummeln und wieder mehr in den Geschäften zu suchen, als Online und anderswo zu kaufen, sondern sich auch zu treffen und eben nicht nur an einem Wochenende.

Das müsste also für die Einzelhändler wünschenswert sein, der Zugang zu ihnen ist nicht versperrt, Murnauer kennen die Geschäfte und wissen, wo sie hinter den Ständen die Läden finden, andere übersehen diese auch nicht, an Mittwochsmarkttagen ist das auch nicht anders. Allenfalls sollten die Einzelhändler selbst sich für diese Zeit überlegen, wie sie für ihre Läden zusätzlich Anziehungspunkt werden, die Besucher des Marktes und Weihnachtsmarktes auch zu ihnen vermehrt zu locken.

Ein Miteinander mit den Besuchern der Weihnachtsstände scheint da sinnvoller und besser für beide, als sich als Konkurrenten zu sehen, von denen der einen dem anderen im Wege stehe.

Ein kleines Beispiel?
Als Buchhandlung fiele mir spontan ein Adventskalender ab 1. Dezember ein: 24 Buchtitel, die besonders lesenswert, besonders schön als Geschenkidee für Weihnachten sind nach Empfehlung des Buchhändlers und die er entsprechend im Schaufenster dekoriert wie 24 Türchen auf einem als Christbaum gestaltetem Regal oder Ähnlichem. Sie sind numeriert mit den 24 Tagen, die Buchtitel alle schon zu sehen. Vom 1. bis 24. Dezember wird täglich eines der Türchen mit einer kleinen Aktion „geöffnet“, zB verlost zu einer angekündigten Uhrzeit.

Und der vermeintlich störende Stand vor der Buchhandlung kann durch ein Schild an der Seitenwand gut sichtbar auf diese tägliche Aktion hinweisen. Das tut diesem nicht weh (er verkauft ja selbst eh keine Bücher), zieht Aufmerksamkeit auf seinen Stand und den Buchladen und die Aktion und Kunden und Besucher für beide und den (Weihnachts-)markt an.
Verbindet man die Verlosung mit Losen, die beim Kauf von Waren erworben werden können und dies zu einem guten Zweck, wird aus einem Voreinander und Gegeneinander ein Miteinander (mehr!) in Murnau, von dem lokaler Handel, wie Markt und Dritte profitieren.

Wer vom Obermarkt zum Untermarkt spaziert, kann nicht nur für Buchhandel im Einzelhandel Ideen bekommen, wie jeder der dortigen Einzelhändler und anderer Handel – nicht zwingend für jeden Tag, aber sehr wohl für eine oder mehrere Aktionen kreative Initiative zeigen und Anziehungspunkt sein und werden können und bis hin in (scheinbar entlegenere) Ecken der Johannisstrasse, wo ein Schaufenster zur Goldschmiede geradezu wunderbar einlädt, von aussen einem Könner an bestimmten Tagen und zu bestimmter Zeit bei seiner Kunstfertigkeit und Fertigung von Stücken zusehen zu dürfen. Der ohnehin auch Kurse anbietet, die (vielleicht und gerade für ein besonderes Geschenk zu Weihnachten) in der Adventszeit gefertigt werden bei so einem Kurs? Oder einen Kurs, der sich selbst als Geschenk eignet? Wenige Schritte weiter ist das Keramikatelier und ein Laden mit originellen Fundstücken, wo man Kaffee und Kuchen bekommt und zur Adventszeit auch sicher Adventsgebäck servieren kann.

Überhaupt hat Murnau und sein Einzelhandel schöne Fenster, die aus der guten Stube einen winterlich zauberhaften Markt und Kaufladen zaubern und zaubern lassen, in deren Fenster man auch hinter Marktständen schauen könnte und möchte, wenn man dort in solchen Wochen etwas zu sehen zeigt. Strickerinnen im Woll-Geschäft bei bestrickend schöner Handarbeit, die verführt, zuzusehen und wieder einmal selbst zur Strick- und Häkelnadeln zu greifen.

Bäckereien, die Weihnachtsgänse und Nikoläuse und Weihnachtsengel backen und – allein oder gemeinsam mit Aktionen der anderen Läden und Marktstände – verkaufen und anbieten können, wie beispielsweise bei einem der Buchgeschenktipps für Weihnachten bei Back- und Kochbüchern usw.

Und wenn Sie glauben, mir fiele nicht auch für eine Metzgerei oder einen Käsehändler was ein, das zu Advent und Weihnachten passt, unterschätzen Sie mich 🙂

Oder wie ist es mit der Sparkasse, die wunderschöne grosse Fenster für ausgestellte Bilder hat – und für Aktionen gemalter Kinderbilder eine Auktion dort veranstalten und für einen guten Zweck Besucher anlocken kann. Mit Verlosung von Gewinn(en), vielleicht ein Sparbuch mit einem „Anfangsbetrag“ darauf, Sachgewinnen (Bücher oder Malsachen). Wem dabei keine gemeinsame Aktion mit Händlern in den Sinn kommt, die solche dafür spenden können……….

Mir ist die Aktion des Adventskalenders durchaus bekannt, die davon unberührt ist – aber eben nicht Menschen zum Spazieren über den Weihnachtsmarkt zieht und zum Einkauf dort und als Besucher eines ausgedehnteren Weihnachtsmarktes und damit zur Nutzung zusätzlicher Potentiale für Markt und Einzelhandel und ……….natürlich auch: Cafés und Gastronomie.

Ich sehe viele Fenster und Ladenfenster in Murnau, die sich für einen noch weiteren Adventskalender eignen, der zum Mitspielen von Besuchern und Kunden einlädt, die dazu zum Markt kommen und diesen besuchen müssten – weil sie nur vor Ort selbst sehen, was sie für das Öffnen der Türchen benötigen. Und um am Ende der Adventszeit und dem letzten der 24 Türchen und Fenster noch ein kleines Highlight zu erleben.

Für mich wäre bei einer Ausweitung des  Murnauer Adventsmarktes nicht nur eine Verteilung bisheriger Kundenbesucher denkbar und machbar. Sondern eine Belebung des bisherigen Adventsmarktes und Einzelhandels durch mehr Bewegung in und durch Murnau und mehr Miteinander. Bei damit einher- und durch den Markt gehenden Menschen.

Schlendern Sie einmal durch Murnau und lassen Sie Ihre Fantasie spielen, wo und welche der Läden dort mit welchen Aktionen selbst und vielleicht gemeinsam mit den Standbetreibern des Weihnachtsmarktes, die vor ihren Geschäften stehen oder anderen der Läden anlocken könnten. Mir fallen zu den meisten von ihnen Ideen ein, bei denen man sich zusammentun kann – und damit den Markt und Adventsmarkt auch in der gesamten Adventszeit lebhafter gestalten kann und nicht befürchten muss, die Zahl X der Besucher des einen Adventswochenendes würde sich nur auf mehr als diesen einen Tag dann verteilen.

Zum anderen zieht eine Verlegung oder ein Adventsmarkt im Kulturpark gerade den Besucherzulauf aus der guten Stube ab, der beim Bummeln über den Markt vermehrt kommt und auch mehr in den dortigen Läden bummeln und kaufen würde. Zumal das Parken nahe des Kulturparks dazu verleitet, nicht zum Obermarkt rüber zu gehen. Auch würde man eher vielleicht nur einmal den Adventsmarkt im Kulturpark besuchen, weil eben dort nicht auch die Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten naheliegen.

Aber auch eine bisher nicht angesprochene Option bestünde: Was spräche eigentlich dagegen, den Adventsmarkt zwar auszudehnen, aber „nur“ auf alle Adventswochenenden und dabei von Freitag bis inkl. Sonntag? Sonntags müssen sich die Einzelhändler eh nicht gestört fühlen und auch samstags ist es ab Mittag/frühem nachmittag ruhiger in Murnaus guter Stube, als es sein müsste und könnte…..

Vielleicht lassen sich – zumal mit der überschaubaren Vorlaufzeit in diesem Jahr für Änderungen – nicht grundsätzlich und viele und gleich grundlegende Änderungen 2015 noch für den Christkindlmarkt herbeiführen. Aber was hindert, einen bereits machbaren Teil zu überlegen und umzusetzen, für den die Zeit bis dahin durchaus genügt? Und den diesjährigen Adventsmarkt mal durch eben die Brille zu betrachten, wenn man über ihn schlendert und vorher durch Murnau, was an Ideen und Möglichkeiten dieses oder dann eben zum Teil erst für das nächste Jahr denkbar? Und für 2016 dann nicht erst im Oktober darüber nachzudenken….. ? Sondern jetzt! Und mit dem Machbaren bereits in diesem Jahr zu beginnen.

Was stünde denn dann auf IHREM Wunschzettel für die Murnauer Vorweihnachtszeit und Christkindlmarkt? Sie als Kunden und Besucher Murnaus? Denn auf diese kommt es doch erheblich an. Das Feedback zur Befragung der Einzelhändler soll nicht so fulminant gewesen sein, liest man. Nur eine recht überschaubarer Anzahl habe die Fragebogen überhaupt beantwortet. Die Fragebogen kenne ich nicht. Aber natürlich interessiert mich aber auch deren Meinung.

Gern dürfen Sie dazu in den Kommentaren und gern auch per Mail schreiben. Oder wir plaudern mal darüber?

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