Kleine Grüne Insel im Blauen Land

Apfelbaum © Liz Collet

Apfelbaum © Liz Collet

Die Sonne geht bereits unter, die Zipfel der Markise bekommen noch die letzten warmen Sonnenstrahlen ab. Die Blätter dichten den Blick langsam zunehmend ab, den man wintertags auf die Berge hat. Aber der Frühling lockt nicht nur Blumen und Blüten nach draussen, es summt, zwitschert, die ersten Schmetterlingen flattern noch bissl beschwipst vom wärmer werdenden Lüfterl ungeübter als in den kommenden Wochen umher und Bienen und Hummelchen verfliegen sich vor lauter Frühling hie und da in die Stube, wo meine Finger und die Tastatur die Arbeit erledigen, die eben das Leben einer Blogkritzlerin mit noch ein paar anderen kleinen beruflichen Tätigkeiten so mit sich bringen.

Nun könnte ich Ihnen noch ausplaudern, dass es bei Murnau sogar Biber zu entdecken gibt. Und Rotwangenschildkröten. Soviel Paradies gibt es hier. Das ist nicht bei allen Viecherln so unproblematisch. Mehr dazu hier.

Und wie man heute in Murnau des 70-jährigen Kriegsendes gedacht hat. Mit Musik, Fahnen und einem Jeep mitten in Murnau, für die meine Kamera heute leider kein Auge übrig hatte, auf dem Spurt zwischen Terminen. Wohl aber die vom Christian Kolbinger, der ein paar Eindrücke hier zeigt. Und sicher auch auf seiner Bilderwebsite. Bei ihm – unlängst in die Postgasse umgezogen – lohnt es sich vorbeizuschauen. Wenn er – wie heute etwa bei strahlendem Wetter – seine Bilder rechter- und linkerhand in der Postgasse an der Hauswand entlang aufreiht, ziehen sie einen von Bild zu Bild eh schon beim Schauen vom Markt kommend in die Gasse und zu seiner neuen Galerie dort. Un.be.dingt reingehen!

Man möchte beinahe Urlaubsgast sein. Würde man hier nicht eh leben, wie ein solcher. Nur ohne wieder abreisen zu müssen. Zugegeben – nicht ganz wie ein selbiger. Die Brötchen wollen schliesslich hier nicht weniger fleissig wie andernorts verdient sein und werden. Und dabei unterbricht gelegentlich Lachen, Plaudern und Kaffeetassenklappern die idyllische Ruhe rund um den fleissigen Arbeitstag und rund um die kleine Lindenburg…und —-Ach halt…ja, hie und da wurde ich inzwischen angesprochen oder in Mails und anderen Nachrichten gefragt:

„Wieso Lindenburg? Wieso kleine Lindenburg?“

Die Frage, die sogar in den Suchstichworten des Blogs und seiner Statistiken aufkreuzt, wo auch lustige Suchbegriffe zu finden sind, wie „Warum heisst das Blaue Land Blaues Land?“ oder „Wo ist die kleine Lindenburg“ und „Wo ist überhaupt eine Lindenburg in Murnau?“ und anderes Lustiges mehr (YMMD!!!)  soll nicht unbeantwortet bleiben.

Grosse Lindenburg im Blick © Liz Collet

Grosse Lindenburg im Blick © Liz Collet

Nun, das ist ganz einfach. Die Lindenburg ist ein interessantes, geschichtsträchtiges Anwesen, das oben am Hang und am hangaufwärtigen Ende des Lindenburgweges liegt. Hier oben im Bild sehen sie den obersten kleinen und türmchenartig anmutenden Teil hinter ein paar zwischen ihr und mir liegenden Hausdächern herausragen.Im folgenden Bild bissi weiter entfernt (so ohne Teleobjektiv, mit dem man sie sich bissi näher ranzuzeln kann). Dafür vorn im Bild ein Teil der Zimmerei, deren Holzlager am Hof ich einen weiteren (mir lieben) Duft verdanke: nach Holz. Das lagert dort am Zaun entlang und nicht nur im Garten unter meinem Balkon. Letzteres allerdings dann für den Kachelofen bestimmt.

Grosse Lindenburg im Blick © Liz Collet

Grosse Lindenburg im Blick © Liz Collet

In der folgenden kleinen Slideshow ist sie dann in voller Grösse zu sehen:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Unlängst war es zum Verkauf inseriert. Inzwischen ist es aus den Inseraten wieder entschwunden. Ob verkauft oder sonst nicht mehr auf dem Markt…pssssst…. chissà. Und am entgegengesetzten Ende des Lindenburgweges liegt eben „meine kleine Lindenburg“. Klein, weil eben nicht ganz so imposant in der Wuchtigkeit des Gebäudes der Lindenburg, über welche ich HIER schon einmal und ihre Geschichte plauderte. Jene Lindenburg, die nur wenige Schritte von einem geschichtsträchtigen Platze entfernt steht.

Meine kleine Lindenburg ist klein, fein und sehr gemütlich — my home, my castle.

So wie jede andere Wohnung immer meine (kleinen) Burgen waren und sind, in denen ich im Laufe des Lebens inzwischen leben durfte. Darunter in manchen sehr lange. Für mich galt immer schon, was andere neuerdings mit „Homing“ als vermeintlich neuen Trend und hype zu entdecken glauben: Zuhause sein und sich daheim fühlen, das kann man sicher an vielen Orten, an denen man beruflich oder privat bedingt lebt. Und mancher auch lebt und arbeitet. Heimisch und sich behaglich fühlen in den eigenen vier Wänden mit Lieblingsmenschen aber auch wenn diese langsam flügge werden, das ist keine neue Sache. Es ist eine uralte. Die bereits ihre Geschichte zu schreiben begann, als Menschen sich in Höhlen einkuschelten vor der Welt, wenn sie ihre Arbeit und Jagd zum Leben, Essen und Überleben eben erledigt hatten. Dass Heim und Heimat von manchen neu entdeckt werden, hat eher andere Gründe, aber dazu mehr an anderer Stelle.

Für mich war und ist meine eigene Wohnung, eigene vier Wände immer schon der Platz, an dem man sich am wohlsten fühlen möchte. Ohne dass er teuer oder aufwendig eingerichtet sein muss. Entscheidend ist: Wohlfühlen. My home, my castle. Privatsphäre. Insel im Alltag. Burg.

Und diese steht eben klein und fein inmitten grüner Gartenidylle bunter Blumen, Sträucher und Obstbäume. Ein Bauernhof in Blickweite entfernt, ein Seniorenhäuschen vis-à-vis, dahinter  eine Bäckerei, aus der es von Dienstag bis Samstag ab frühmorgens herüberzuduften beginnt. Um die Wette zu duften, jetzt im Frühling, wo die Blüten schier übergehen an Düften, die der sonnen- und sommersüchtige Mensch dieser Wochen nur zu sehr geniesst. Der Mensch und auch so manches Katzentier, das mal gern hie und da bei mir hereinspaziert oder hier im „quartier“ umherstreift.

Nachbarn auf leisen Pfoten © Liz Collet

Nachbarn auf leisen Pfoten © Liz Collet

Und wie die Katze das Mausen nicht lässt und nicht wenige Jäger auf samtigen Pfoten rund um die kleine Lindenburg und auch auf Wiesen unterwegs sind, wenn es Abend wird, geniessen nicht nur diese, wenn sich der Abend und die Abendsonne über das Blaue Land und auch das Fleckerl Burg inmitten blühender Obstbäume und Gärten legt,

Apfelbaum © Liz Collet

Apfelbaum © Liz Collet

die Holzbank mit Kuschelkissen, auf der es sich draussen gut abends nach dem Tagwerk Frühling und Abendbrot geniessen lässt.

Blüten und Bäume © Liz Collet

Blüten und Bäume © Liz Collet

Heute mal mit Brezen vom Lieblingsbäcker und Almblütenkäse von einem der Lieblingskäselieferanten, der gleich neben dem Schlossmuseum und der Burg MurnauIMG_5791_1 © Liz Collet zu finden ist. Das Aroma dieses Käses – unvergleichlich. Pur. Höchstens etwas Brot dazu. Oder eine Brezn.

Almblütenkäse © Liz Collet

Almblütenkäse © Liz Collet

Les petits plaisirs sont toujours les meilleurs…….!

Schönen Abend!

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Bärige Frühlingsstunden © Liz Collet

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Eine Antwort zu “Kleine Grüne Insel im Blauen Land

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