„Les Klee du Paradis“ – Zur neuen Ausstellung im Schloßmuseum Murnau

Schlossmuseum Murnau© Liz Collet

Schlossmuseum Murnau© Liz Collet

„Les Klee du Paradis“ nannte

der Klee-Sammler Heinz Berggruen die Privatsammlung, deren Bilder ab morgen in zwei Kabinettausstellungen zu Paul Klee – „Phantasiewelten Paul Klee“ und „Der andere Weg – Unterricht bei Klee“ –im Schloßmuseum Murnau vom 19. März bis 28. Juni 2015 gezeigt werden. Es ist eine besondere Gelegenheit, diese Sammlung von knapp zwei Dutzend Arbeiten von Paul Klee aus den Jahren 1914 bis 1938 selbst zu erleben.

Darunter sind zu sehen Werke wie das Aquarell „Hamammet“ (1914), die Arbeit „Rhythmie der Fenster und Tannen“ (1919), das Gemälde „Das Fest der Astern“ (1921) und das spätere Werk „Figur im Garten“ (1937).

Um dieser Sammlung und damit der Kunst Paul Klees einen Einblick in seine parallel 
laufende Lehrtätigkeit am Bauhaus an die Seite zu stellen, zeigt eine weitere Kabinettausstellung 
Werke zu Paul Klee als Meister in Weimar und Dessau. Durch das Herausgreifen einzelner Kapitel seiner „Bildnerischen Form- und Gestaltungslehre“ soll das Wirken Klees als Lehrer näher vorgestellt werden.

Seine theoretischen Aufzeichnungen und Übungsaufgaben werden dabei exemplarisch von Schülerarbeiten und Mitschriften u. a. von Otti Berger, Helene Schmidt-Nonne, Lena Bergner und Gertrud Arndt begleitet.

Es erscheinen zwei die Ausstellung begleitende Publikationen mit Beiträgen von Olivier Berggruen, Stefan Frey und Fabienne Eggelhöfer. Hierbei wird das erste Mal ausführlich auf Klee-Sammler aus Deutschland, der Schweiz, aber auch aus den USA und Japan eingegangen.

Olivier Berggruen ist ein deutsch-amerikanischer Kunsthistoriker, Kurator und Schriftsteller und einer der Söhne von Heinz Berggruen (* 6. Januar 1914 in Berlin-Wilmersdorf; † 23. Februar 2007 in Paris). Heinz Berggruen war einer der bedeutendsten deutschen Kunstsammler des 20. Jahrhunderts, Journalist, Autor, Kunsthändler, Galerist und Mäzen. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Berggruen als Mitglied einer jüdischen Familie verfolgt und gezwungen, Deutschland zu verlassen. Seine deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm entzogen. Sechzig Jahre nach seiner Emigration im Jahre 1936 kehrte er wieder nach Deutschland zurück und verkaufte in einer „Geste der Versöhnung“ der Stadt Berlin beziehungsweise dem deutschen Staat seine wertvolle Gemäldesammlung zum Preis von 253 Mio. DM. Die Sammlung umfasst etwa 200 Kunstwerke der klassischen Moderne von Künstlern wie Picasso, Matisse, Klee und Alberto Giacometti.

Der Eintritt beträgt für beide Ausstellungen € 4,50.
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Website des Schloßmuseums Murnau.

 

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2 Antworten zu “„Les Klee du Paradis“ – Zur neuen Ausstellung im Schloßmuseum Murnau

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