Töpfermarkt und Tea Pot Times

Also, ein bisserl mehr anstrengen hätte er sich schon können, der Petrus, für dieses Wochenende. Damit der Töpfermarkt in Murnau am  30./31.8.2014 nicht mit einer gar so grossen Luftfeuchtigkeitsdichte daher kommt. Zumal sowieso der Eine oder Andere schon ein wenig herbstwehmütig wird und sich beim Ausklang des Sommers wenigstens noch ein paar sonnigere herbstliche Wetterstunden wünscht. Andererseits ………..verschenkt der Garten mit all seinen Farben und zauberhaften Formen gerade dieser Tage noch einmal ein Feuerwerk an floraler Anmut, Blüte für Blüte, Blütenblatt für Blütenblatt. Finden Sie nicht?

Also, bis der September uns noch einmal weniger luftfeucht erfreut und erfüllt, was uns Erich Kästner mit ihm verspricht, warum nicht die Regenjoppe über die Schultern, nach einem gemütlichem Frühstück und einer wunderbaren Tasse Kaffee oder Tee und gute Laune ins Knopfloch am Revers und ……….raus an die frische Luft?

Schauen Sie – vielleicht mit einem Umweg in die Buchhandlung (hier oder da) für genussreiche Stunden und Ideen dazu für Ihre Küche oder andere Lektüre  –  doch einmal auf dem Töpfermarkt vorbei, ich habe das sichere Gefühl, dort finden sich wunderschöne Schalen, Vasen und andere dekorative Stücke, in denen herbstliche Früchte, Beerenzweige und buntes Laub, Hasel- und andere Nüsse auch in Ihre Stube und Zimmer eine herbstliche Stimmung zaubern, die Sie das bisserl Regen schnell wieder vergessen lassen. Erst recht bei einer Kanne Tee auf behaglich mit einem Teelicht wärmendem Stövchen, einer hübschen Kerze auf einem Leuchter aus Keramik (tappstappstapps, Nachtigall?…. Genau, ich sage nur : Töpfermarkt!) oder in einem Windlicht zur späteren Teestunde am Samstag- oder Sonntagnachmittag.

Dazu ein wenig Musik………….?

Die finde ich an diesem Wochenende besonders schön. Denn auch mit zunehmend weniger Bewegungs- und Beinfreiheit zwischen Umzugskartons…… die sich füllen in der Burg (bei ein paar tausend Büchern nimmt man sich -seuffffffffztief – lieber ein paar Tage Zeit, schon vor dem eigentlichen Umzug…..in die neue Burg… ) —- auch dieses Wochenende in der Wohnung beginnt daher nicht ohne Espresso, Musik und ………….einem bisschen Wochenendstimmung.

Auch gegen leise Anfälle von Abschiedsstimmung zwischen Vorfreude auf Neues.
Und gegen IHRE (vielleicht?) Herbstwehmut habe ich auch was. Anne Thiem und Claudia Gliss werden mir zustimmen, dass und wie selbst gegen herbstliche Laune Kräutlein und Aromen gewachsen sind ……………try! Und ein hübsches Tee- oder Windlicht dazu und etwas grössere Feuerchen im Kamin schaden auch nicht.

Malvenblüten © Liz Collet

Geht es Ihnen übrigens auch so, dass Sie je nach Saison unterschiedliche Teesorten bevorzugen? Ich habe meine Lieblingsteesorten, welche ich unabhängig von der Jahreszeit liebe. Darjeeling etwa. Und dann gibt es Teesorten, die ich – wie die Malve – zwar auch im Sommer (heiss und kalt, auch als Eistee), besonders aber im Herbst liebe.

Zimtblüten © Liz Collet

Verschiedene schwarze Tees mag ich dann im Herbst nach wie vor pur oder mit etwas Zitrone darin. Aber auch eine Zimtblüte oder zwei in einer Teekanne oder Teetasse liebe ich ab September hin und wieder – sie sind feiner, als ein Stück Zimtstange, die dann zum Advent intensiver und weihnachtlicher passt. Eine meiner beiden Grossmütter gab gern ein Stück Vanille in die Teekanne, wenn sie schwarzen Tee aufbrühte – und auch ich mag das gelegentlich gern. Sie können die Kanne mit dem gleichen Stück Vanille durchaus auch ein zweites Mal aufbrühen.

Teestunde mit Miniguglhupferl © Liz Collet

Teestunde mit Miniguglhupferl © Liz Collet

Zu so einer Teestunde  finden Sie beim Krönner oder bei Meister & Erl, aber natürlich auch bei einem der anderen Bäcker und Konditoren im Blauen Land, ebenso wie drüben im Ammergauer Land beim Brandmeier beispielsweise sicher eine passende süsse Verführung, sei es ein Stückerl Kuchen oder Torte. Ich mag dazu am liebsten feines Gebäck. Mandel-, Nuss-, Vanille- oder Marzipankekse beispielsweise. Ganz heiss begehrt sind auch die Miniguglhupferl, die wenig Zutaten und wenig Arbeit benötigen und ofenwarm und frisch am allerbesten schmecken.

Bärentatzerl oder Marillenringe – ein oder zwei davon machen eine Teestunde mit einer gut gefüllten Teekanne perfekt. Hauchfeine friesische Waffeln kann man nicht nur an der Küste oder auf den ostfriesischen Inseln lieben. Und wenn Sie mit wenig Aufwand einmal kurzfristig etwas zaubern wollen, dann sind vielleicht Shrewsbury Biscuits für Sie ein feiner Tipp. Meine gehen so:

250 g Mehl
150 g Zucker
1 Ei
1 Msp Salz
Mark einer halben Vanillestange
1 Msp Zimt
150 g Butter

Aus den Zutaten einen Mürbeteig herstellen. Den Teig in Folie eingeschlagen 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Dann Ofen auf 200° vorheizen. Runde Plätzchen aus ausgerolltem Teig ausstechen oder mit den Händen kleine Kugeln formen, etwas flach drücken und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Ergibt je nach Grösse der Plätzchen zwischen 30 und 40 Stück, 1 Backblech.

Goldbraun backen. Biscuits auf dem Blech abkühlen lassen, dann das Papier abziehen. Und …………am besten haben Sie dann schnn den Wasserkocher am Start für die Kanne Tee, die Sie dann kaum noch erwarten können.

Wenn Sie das Aroma ein wenig variieren wollen, verwenden Sie anstelle des Zimts ein wenig hauchfein mit dem Salz gemörserte Zitronen- oder Orangenschale einer unbehandelten Zitrone oder Orange. Oder handelsübliches Zitronen– oder Orangenaroma des Backzutatenhändlers Ihres Vertrauens. Anstelle von Vanillemark der Schote verwende ich oft gemahlene Vanille von Rapunzel oder Brecht, beide bekommen Sie online, aber auch in Drogeriemärkten oder jedenfalls in Reformhäusern. Vergleichen Sie den Preis, wo Sie diese (bei Versandkosten mitgerechnet) für Sie günstiger bekommen. Sie sind sehr ergiebig, denn schon eine Messerspitze davon verleiht Kuchen und Gebäck, aber auch anderen Gerichten ein wunderbares feines Aroma. Sie werden aus der Schale der Vanillestange gemahlen und sind damit preiswerter als wenn Sie das Mark verwenden.

Trotzdem sind natürlich auch Vanillestangen, deren Mark Sie verwendet haben, vielfach weiter verwendbar. Sie können sie mit Salz oder Zucker vermengt und in einem Glas verschlossen zur Herstellung von Vanillesalz und -zucker verwenden, ein Stück davon in Milch und Sahne ziehen lassen, um aus dieser dann Desserts oder Hauptgerichte wie Milchreis und Griessbrei zuzubereiten, Mousse, Panna Cotta (zum Beispiel zusammen mit getrockneten Holunderblüten aus eigener Ernte oder aus dem Teesortiment des Handels wie zB Sonnentor) und Crème Brulée oder auch selbstgemachte Schokoladentrüffel.

Für vieles andere aber finde ich gemahlene Vanille vollkommen geeignet als preiswertere Alternative.

Jetzt würden Sie noch gern Bilder der Shrewsbury Biscuits sehen, gell? Ich auch. Leider wurden die letzten weggenascht von den Bären der Burg, bevor die Kamera und ich am Backblech waren. Und die nächsten werden erst wieder gebacken.  Ein wenig Geduld, ich liefere die Bilder nach. Versprochen. Vorausgesetzt, Sie lenken die Bären dann inzwischen ab. Kleiner Scherz. Bilder folgen, bald. Mir ist so nach einer Teestunde am Sonntagnachmittag nach dem Murnauer Töpfermarkt…. Ihnen auch?

Na, dann schauen Sie doch auch einmal dort vorbei? Übrigens…. Herbst ist auch eine wunderbare Zeit für Suppen. Und Suppentassen. Wie diese. Sie ahnen es bereits…. die eine oder andere finden Sie vielleicht sogar als neues Lieblingstasse für Suppe, Cappuccino, heisse Schokolade oder Tee- und Kaffeestunden am Töpfermarkt, der gaaaanz zufällig heute und morgen stattfindet….. habe ich das noch gar nicht erwähnt? 

Wie gut, dass mir DAS grad noch rechtzeitig eingefallen ist,….vor dem Ende dieses Posts…. 😉

Mehr:

Waren Sie schon dort?

Und pssssssst…. schon mal vorgemerkt:

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