Max, Moritz und die Mühlen………. in Uffing

Legenden © Liz Collet

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Meist wird – ein wenig ungerecht – Murnau als DER Ort mit dem und am Staffelsee und dem Blauen Land assoziiert. Das hat seine Berechtigung in gewissem Sinne, aber er ist nicht der einzige und nicht der einzige hübsche und sehenswerte Ort am Staffelsee. Letzterer ist zudem „nur“ einer der drei hübsch gelegenen Seen des Blauen Landes neben dem Riegsee 

und dem kleinerem Froschhauser See.

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Froschhauser See © Liz Collet

Doch das ist wieder ein eigenes Thema, das mit den drei Seen.

Zurück zu den drei Orten am Staffelsee, zu denen neben Murnau auch Seehausen und Uffing am Staffelsee gehören. Als Urlaubsorte habe ich zunächst Uffing zwei Jahre und anschliessend mehr als ein Jahrzehnt Seehausen gern genutzt, weil sie abgelegener, ruhiger und vor allem noch näher am See lagen von den beiden Ferienwohnungen aus, in denen Winter- und Sommerferien zur Sommerfrische und winterlichem Vergnügen im Schnee, am See und am Kachelofen mit Blick auf See und Blaues Land lockten. Über Seehausen ein anderes Mal in einem eigenen Beitrag mehr.

Dieses Rätsel hingegen löst sich in Uffing. Das kleine Dorf liegt an der Ache. Und damit sind wir den Schildern an der Hauswand bereits auf der Spur, die in Uffing vor die Kamera kamen, als ich vor einigen Tagen dort wieder einmal durch den Ort spazierte und wieder einmal über den Gedanken an Wilhelm Busch und seine bösen Buben Max und Moritz denken musste und deren Streiche unter anderem auch in einer Mühle. Denn wer kennt sie nicht, die Streiche und jene Verse, vor allem jene, die den letzten Streich einleiten?

„Max und Moritz, wehe euch!
Jetzt kommt euer letzter Streich!

Wozu müssen auch die beiden
Löcher in die Säcke schneiden??“

Der in der Mühle das Schicksal der beiden bösen Buben besiegelte.

Auch Uffing hatte – so klein der Ort noch heute ist und anmutet – mehr als nur eine Mühle. Die Bedeutung der Uffinger Mühlen für das Dorfleben war keineswegs gering. Mit der Wasserkraft der Ache konnte man Holz sägen, Getreide mahlen, Öl gewinnen und Strom erzeugen. Zu nennen sind hierfür die Kotreßmühle, die Aumühle, die Humplmühle, die Zotzenmühle, die Vogelmühle und die Humplsäge.

In Uffing hatte seit 1899 die Familie Schlickenrieder durch ihre Au- und Kotreßmühle elektrischen Strom erzeugt. Auch die Humplmühle (Kornmühle) und das Sägewerk nahe der Straße nach Hechenrain gehörten Schlickenrieder. Namentlich erinnern im und am Rande des Ortes noch die Strassennamen Vogelmühlweg, Zotzenmühlstrasse und Mühlstrasse an die früheren Mühlen. Zwei der Mühlen – die Humpl- und die Zotzenmühle – existierten noch, als der Urgrossvater Peter Nett der heutigen Bäckerei Maier Nett an der Uffinger Hauptstraße die Bäckerei 1902 übernahm. Elektrische Strassenbeleuchtung in dem 700 Seelen zählenden Dorf Uffing gab es damals noch nicht, aber zwei Bäckereien.

Für das Anwesen an der früheren Vogelmühle war zeitweise die Nutzung als Schokolaterie und Café im Gespräch, doch wurde aus dem Vorhaben nichts, laut Kaufinteressentin sei ihr der Renovierungsaufwand zu hoch.

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