„Ritter auf Rieden am Staffelsee“ : Ausstellungseröffnung 2. März 2013

Heimatmuseum © Liz Collet

Heimatmuseum © Liz Collet

„Ich will nicht glänzen, sondern nützen“

In einem neu erbauten Haus der Gemeinde hat der Heimatverein Seehausen, Dorfstr. 3, in 5 Räumen ein ortsgeschichtliches Museum eingerichtet, das Heimatmuseum Seehausen eingerichtet. Von besonderem Interesse sind die Grabungsergebnisse auf der Insel Wörth, die Ausstellung von Hinterglasbildern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ein weiterer Raum ist der Fischerei gewidmet; sehenswert ist das sog. „stille Aquarium“, in dem alle Fische aus dem Staffelsee ausgestellt sind. Eindrucksvolle Bilder zeigen u.a. Bilder von der weit bekannten „Staffelseeprozession“ an Fronleichnam.

Zum 250. Geburtstag des Joseph von Utzschneider  (* 2. März 1763 in Rieden am Staffelsee; † 31. Januar 1840 in München)   findet eine Sonderausstellung im Heimatmuseum Seehausen statt: „Ritter auf Rieden am Staffelsee“ (1763-1840) Staatsbeamter – Unternehmer – Förderer und Gestalter Bayerns .

Utzschneider war 1784 bayerischer Hofkammerrat, später Administrator der bayerischen Salinen in der Fürstpropstei Berchtesgaden und 1799 Geheimer Referendar für landständische Angelegenheiten im Finanzdepartement.

Er errichtete  eine Ledermanufaktur in München und 1804 mit Georg Friedrich von Reichenbach und Joseph Liebherr das mechanische Institut, welchem die von ihm zu Benediktbeuern angelegte Kunstglashütte das nötige Kron- und Flintglas lieferte. Aus letzterem entstand, nachdem er 1809  Josef von Fraunhofer in seinem Institut beschäftigte, das weltberühmte optische Institut. Dieses belieferte  fast ganz Europa mit optischen Instrumenten.

1807 trat er wieder als Generalsalinenadministrator und Geheimer Finanzreferendar in den Staatsdienst. Unter seiner Leitung wurde der Bau der Saline zu Rosenheim mit der Solenleitung von Reichenhall dahin ausgeführt, und durch seinen Einfluss ging 1809 außer der Saline Berchtesgaden auch die zu Hallein in bayerische Administration über.  1811 wurde er Vorstand der Staatsschuldentilgungsanstalt. 1814 schied er erneut aus dem  Staatsdienst aus. Er errichtete eine Brauerei im Gebäude des heutigen Café Luitpold  und eine Tuchmanufaktur. Von 1818 bis 1821 war er zweiter Bürgermeister von München. 1818 wurde er zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt. 1827 wurde er Vorstand der 1835 errichteten Münchner polytechnischen Zentralschule, aus der Ende des 19. Jahrhunderts die Technische Hochschule München hervorgehen sollte.

Eröffnung der Sonderausstellung
am 02. März 2013 um 19.30 Uhr im Pfarrsaal Seehausen
Ausstellungsdauer bis 20. Mai 2013

Öffnungszeiten: Donnerstag, Samstag, Sonn- und Feiertage von 14.00– 17.00 Uhr

Sonderführungen möglich: Tel. 08841/1771

Kontakt:
Heimatmuseum Seehausen a. Staffelsee
Dorfstraße 3
82418 Seehausen

Quelle: Tourist Information Murnau

Bildquelle : Heimatmuseum © Liz Collet

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